Erster Einsatz an Babenhauser Straße
Blitzer „Guntram“ nimmt Fahrt auf

Bielefeld (WB). Mit dem neuen mobilen Blitzgerät „Guntram“ hat das Bielefelder Ordnungsamt die lange erhoffte Verstärkung in der Geschwindigkeitskontrolle erhalten. Die schon im Februar bestellte Technik ist am Mittwoch aus Mohnheim am Rhein geliefert und direkt ihrer Bestimmung übergeben worden. Seine erste Dienstwoche in Bielefeld versieht „Guntram“ an der Babenhauser Straße.

Donnerstag, 09.04.2020, 06:04 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 06:10 Uhr
Stefan Heiermann (rechts) und Marcus Roscher vom Ordnungsamt nehmen Bielefelds neuen Superblitzer „Guntram“ an der Babenhauser Straße in Betrieb.

Der Abschnitt mit dem Altenheim Karl-Pawlowski-Haus und den Einkaufsmöglichkeiten auf der anderen Straßenseite ist laut Stefan Heiermann, Abteilungsleiter der Bußgeldstelle, nach wie vor ein Gefahrenherd. „Bei den Geschwindigkeitsübertretungen haben wir dort weiterhin hohe Fallzahlen“, sagt er. Scheinbar habe sich nach zwei Jahren noch immer nicht herumgesprochen, dass dort Tempo 30 gilt.

Die neue mobile Blitzeranlage hat knapp 180.000 Euro gekostet und wird vom Ordnungsamt als „sinnvolle Ergänzung“ zu den vorhandenen mobilen Kontrollgeräten angesehen. Seine Kamera – es kann auch eine zweite eingebaut werden – kann zwei Fahrspuren in einer Fahrtrichtung abdecken. Damit ist er der kleinere und preiswertere Bruder des ersten Superblitzers „Bernhard“, der zwei Kameras enthält, die jeweils zwei Fahrspuren abdecken können. Außerdem betreibt die Stadt weitere Blitzanlagen in zwei VW Caddy. Deren Kameras sollen bis zum Jahresende 2020 erneuert werden, so dass die Fotogeräte aller Apparaturen dann untereinander austauschbar sind.

Zusatzkontrollen haben ihre Vorteile

Das Ordnungsamt setzt weiter auf seine „bemannten“ Blitzanlagen im VW Caddy. Zwar könnten sich die beiden vollautomatischen Anlagen in der Nacht oder an Feiertagen bewähren, aber händische Zusatzkontrollen hätten durchaus ihre Vorteile, erklärt Stefan Heiermann. So gebe es Einzelfälle, bei denen vordere Kfz-Kennzeichen fehlten oder stark verschmutzt seien; oder zu schnelle Motorräder. Da könne sich dann der eingesetzte Mitarbeiter das hintere Kennzeichen notieren und den Fall trotzdem verfolgen.

Die seit Dezember 2019 in Bielefeld eingesetzte Blitzeranlage „Esther“, die von der Stadt angemietet worden war, ist Ende März zurückgegeben worden.

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