Bielefelder Autozulieferer stellt Produktion um – Wohlfahrtsverbände profitieren
Masken für die Helfer

Bielefeld (WB/MiS). 400.000 Gesichtsmasken pro Tag werden aktuell bei der Firma Dr. Freist Automotive produziert. Der Automobilzulieferer hat seine Produktion kurzerhand umgestellt. 40.000 hat das Unternehmen am Donnerstag der Stadt Bielefeld zur Verfügung gestellt. Zusammen mit weiteren Lieferungen stehen insgesamt 70.000 Masken bereit. Die Verteilung übernimmt die Feuerwehr.

Donnerstag, 09.04.2020, 05:37 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 20:16 Uhr
Freuen sich über den Masken-Vorrat: (von links) Gordon Majewski (Feuerwehr), Marc Korbmacher (Diakonie), OB Pit Clausen, Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Ulrich Paus (Caritas), Dr. Christoph Freist und Dr. Ralf Dopheide (beide Firma Dr. Freist Automotive). Foto: Thomas F. Starke

57.500 dieser Masken erhalten Bielefelder Wohlfahrtsverbände, stationäre Alteneinrichtungen und auch ambulante Pflegedienste. Darüber hinaus soll der Katastrophenschutz ausgestattet werden, sollen das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz Masken erhalten. Auch die Beschäftigten einiger städtischer Ämter bekommen die Schutzmasken. „Mitarbeiter des Jugendamtes sind auch in den Familien unterwegs“, sagte Sozialdezernent Ingo Nürnberger. Auch bei diesen Außer-Haus-Terminen müsse auf hinreichenden Schutz geachtet werden. Besonders wichtig sei aber die Ausstattung der Alteneinrichtungen mit Masken.

Oberbürgermeister Pit Clausen dankte Dr. Christoph Freist und Dr. Ralf Dopheide von der Firma Freist Automotive für ihr Engagement. Der Betrieb produziert eigentlich Schallschutzmaterial für Auto-Armaturentafelen. Dabei werden Mikrofaservliese eingesetzt, die auch für die Produktion der Schutzmasken benötigt werden. In kürzester Zeit erfolgte die Produktionsumstellung. Das Land Nordrhein-Westfalen ist Großkunde, hat 20 Millionen Masken geordert.

Inzwischen sei die Produktionskapazität quasi ausverkauft, heißt es aus dem Unternehmen. Dafür sorgen vor allem die Aufträge der öffentlichen Hand. So könne das Unternehmen zu einer flächendeckenden Versorgung in Deutschland beitragen.

Die Firma betont, dass die Mund-Nasen-Schutzmasken nicht nach FFP2-Norm zertifiziert seien. Es liege aber eine Sonderzulassung zum Einsatz im medizinischen Bereich vor.

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