Rechter Fahrstreifen zwischen Bielefeld und Steinhagen stundenlang gesperrt Stundenlange Bergungsarbeiten auf der A33

Bielefeld/Steinhagen (WB/cm). Auf der Autobahn 33 ist ein Lkw-Fahrer mit seinem Gespann nach einem Fahrfehler von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gerutscht. Der Sattelauflieger mit Anhänger beschädigte auf etlichen Metern die Leitplanken und verlor große Mengen an Betriebsstoffen. Feuerwehr, Polizei und Bergeunternehmer waren im stundenlangen Einsatz. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Blick über die Unfallstelle.
Blick über die Unfallstelle. Foto: Christian Müller

Die Einsatzkräfte wurden gegen 14.30 Uhr auf die Autobahn in Richtung Paderborn alarmiert. Zwischen Steinhagen und Bielefeld soll ein 46-jähriger mit seinem Lkw aus dem Landkreis Zwickau am Steuer nach einer Banane gegriffen und dabei eine Kettenreaktion ausgelöst haben. Er kam nach rechts ab und kollidierte mit einer aus dem Boden beginnenden Leitplanke.

Das Lkw-Gespann beladen mit Fensterrahmen geriet zwischen Leitplanke und Hang in das Grün und kam erst nach etlichen Metern im Graben zum Stehen. Bergeunternehmer Martin Teschner vom Bielefelder Abschleppcenter (BAC) sprach von einem Bild der Zerstörung. »So etwas habe ich noch nicht gesehen. Eine einzelne Leitplanke durchbohrte den gesamten Motorraum, weshalb die Zugmaschine große Mengen an Diesel, Kühlflüssigkeit und Motoröl verlor. Einige Liter Diesel konnten wir noch abpumpen, bevor sie auslaufen konnten.«

Die Bergespezialisten waren mit einem großen Bergefahrzeug, einem Kranwagen und einem Werkstatt-Lkw im Einsatz, mit einem Sicherungsbulli wurde die Havariestelle zusätzlich abgesichert. Auf etwa 25 Metern mussten sie die Leitplanken abnehmen, um das Gespann bergen zu können. Der 40-Tonner war gegen 18 Uhr aufgeladen und wurde zum Scania-Service in das Industriegebiet hinter der Autobahn-Anschlussstelle OWL gefahren. Allein am Fahrzeug sollen etwa 40.000 Euro Sachschaden entstanden sein.

Die Leitplanken sollen auf einer Länge von über hundert Metern beschädigt worden sein. Die Reparatur soll etwa 25.000 Euro kosten. Der durch die ausgelaufenen Betriebsstoffe kontaminierte Boden musste von der Autobahnmeisterei ausgekoffert und entsorgt werden.

Während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten blieb der rechte Fahrstreifen gesperrt. Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz. Gegen 21 Uhr wurde der rechte Fahrstreifen wieder freigegeben.

Der zerstörte Lkw. Foto: Christian Müller

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