Früheres Telekom-Hochhaus bekommt bis zum Herbst neues „Outfit” Alte Fassade verschwindet

Bielefeld (WB/MiS). Spätestens jetzt wird der Umbau des früheren Telekom-Hochhauses am Kesselbrink auch nach außen hin deutlich sichtbar. Nachdem das Gebäude bereits entkernt worden ist, hat nun die Demontage der Fassade begonnen. Die oberen der 17 Stockwerke des Gebäudes kommen schon nur noch als Betongerippe daher.

Die Fassade des früheren Telekom-Hochhauses wird derzeit demontiert, das Betongerippe kommt zum Vorschein.
Die Fassade des früheren Telekom-Hochhauses wird derzeit demontiert, das Betongerippe kommt zum Vorschein. Foto: Bernhard Pierel

Der Plan des neuen Eigentümers, der Bielefelder Firma Goldbeck, ist es, bis zum Herbst die Außenfassade neu zu gestalten. Wie es dann weitergeht und wer künftig in das Gebäude, das als Bürohaus neu konzipiert werden soll, einziehen wird, ist noch offen. „Die weiteren Planungen und Arbeiten am Hochhaus am Kesselbrink bedürfen noch einiger maßgeblicher interner Entscheidungen“, heißt es aus dem Unternehmen. „Diese konnten im Umfeld der Corona-Krise noch nicht herbeigeführt werden.“

Als möglicher Nutzer war zuletzt die Polizei im Gespräch, die Ersatz für das marode, ebenfalls am Kesselbrink befindliche frühere Polizeipräsidium benötigt und auch den Standort an der Lerchenstraße aufgeben möchte. Im früheren Telekom-Hochhaus stünden der Behörde 15.000 Quadratmeter Nutzfläche und 600 Stellplätze zur Verfügung. Problematisch für die Polizei könnten allerdings die Zufahrten zu dem Hochhaus-Komplex sein. Das NRW-Innenministerium hat inzwischen eine offizielle Ausschreibung gestartet, mit der nach einem neuen Standort für die Polizei-Einrichtungen in Bielefeld gesucht wird.

Dreifachverglasung mit hohen Dämmwerten

Das Hochhaus bekommt eine Fassade mit höherem Glasanteil als zuvor. Die Fenster werden deutlich vergrößert, um im Inneren eine hellere Atmosphäre zu schaffen. Auch der Außenbereich wird offener gestaltet. Die bauliche Verbindung zwischen dem Hochhaus und dem benachbarten Technikgebäude wird entfernt.

Die Verbindung zum angrenzenden Parkhaus soll dagegen besonders betont werden. Eine Sockelzone aus kupferfarbenem Streckmetall umfasst künftig die ersten beiden Geschosse des Hochhauses sowie des Parkhauses. Die Energieeffizienz im Hochhaus soll ebenfalls gesteigert werden. Dreifachverglasung mit hohen Dämmwerten, eine moderne Gebäudetechnik und ein außen liegender Sonnenschutz, der im Sommer für eine automatische Verschattung der Räume sorgt, sind vorgesehen. Das „Innenleben“ wiederum soll nach den Wünschen der künftigen Nutzer gestaltet werden.

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