Stadtverwaltung macht Planungsvorschlag – 1800 Kinder mehr bis 2025
Neun Grundschulen werden erweitert

Bielefeld (WB/MiS).  Dass in den Bereichen Dornberg, Sieker und Sennestadt drei neue Grundschulstandorte entwickelt werden sollen, hat der Schulausschuss des Rates im Januar beschlossen. Jetzt hat die Verwaltung einen weiteren Vorschlag unterbreitet: Neun Grundschulen sollen um jeweils einen Klassenzug, also eine zusätzliche Klasse pro Jahrgang, erweitert werden.

Mittwoch, 01.04.2020, 10:07 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 10:30 Uhr
Die Stadt Bielefeld will neun Grundschulen um jeweils einen Klassenzug erweitern. Foto: dpa

So will die Stadt die bis 2025 erwarteten 1800 zusätzlichen Grundschulkinder in den Jahrgängen eins bis vier unterbringen.

Erweitert werden sollen die Grundschulen Theesen, Milse, Heeperholz, Oldentrup, die Diesterwegschule, der Standort Josefstraße der Hellingskampschule, die Queller Schule, die Südschule und die Buschkampschule um jeweils eine Klasse pro Jahrgang.

Auch die Schuleinzugsbereiche sollen angepasst werden. So sollen für die Grundschule Dreekerheide und die Grundschule Am Waldschlösschen in Jöllenbeck verbindliche Schuleinzugebereiche geschaffen, dabei das Gebiet Imsiek­straße/westlicher Oberlohmannshof der Grundschule Dreekerheide „zugeschlagen“ werden. Erweitert werden soll der Schuleinzugsbereich der Diesterwegschule in der östlichen Innenstadt und der Einzugsbereich der Brocker Schule im Bereich Brackwede-West.

„Mit diesen Maßnahmenpaket wollen wir die steigenden Grundschülerzahlen auffangen”, sagte Schuldezernent Dr. Udo Witthaus am Dienstag bei der Vorstellung der Szenarien für die einzelnen Grundschulstandorte.

Neubaugebiete sind mit eingeflossen

Die gesamte Stadt sei in 14 Handlungsgebiete unterteilt worden, erläuterte Susanne Beckmann, Abteilungsleiterin Schulentwicklungs- und Bildungsplanung im Amt für Schule, die Vorgehensweise. Dabei wurde für jede Schule in den einzelnen Bereichen ermittelt, wie sich die Schülerzahlen entwickeln werden.

Neben der klassischen Prognose flossen auch geplante Neubaugebiete, die Auswirkungen von Wohnortnähe und Elternwille sowie bildungsrelevante soziale Belastungen in die Analyse ein. Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen sollen sich möglichst nicht an einzelnen Standorten sammeln. Die soziale Belastung in den untersuchten Bereichen sei deshalb immer gesondert ausgewiesen worden, betonte Georgia Schönemann, Leiterin des städtischen Amtes für Schule.

Die Entwicklung der Szenarien für die einzelnen Grundschulstandorte ist den Politikern in der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung bereits zugestellt worden. In Zeiten der Corona-Krise musste die Sitzung dazu ausfallen. Sie können aber bis zum 14. April Fragen stellen oder Stellungnahmen abgeben. Der Schulausschuss wird sich dann Ende April mit der Thematik beschäftigen.

Die Schulentwicklungsplaner im Rathaus nehmen derweil schon die nächste Aufgabe in den Blick. Bis zum Sommer sollen Überlegungen vorgestellt werden, wie es um die weiterführenden Schulen künftig bestellt sein wird.

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