Einige freie Theater in Bielefeld machen online weiter Mit Abstand näher rücken

Bielefeld (WB). Der Vorstellungsbetrieb wurde zwar vorläufig bis zum 30. April eingestellt, einige freie Theater der Stadt haben jedoch sehr schnell kreative Online-Konzepte entwickelt. Vornehmlich jene, die stark im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sowie der generationenübergreifenden und integrativen Arbeit tätig sind, nutzen digitale Kanäle, um weiterhin mit ihrer Klientel zu kommunizieren und zu agieren.

Von Uta Jostwerner
Das Theaterlabor gibt auf seiner Internetseite zum Beispiel einen Basteltipp für eine Piratenmütze.
Das Theaterlabor gibt auf seiner Internetseite zum Beispiel einen Basteltipp für eine Piratenmütze. Foto: Theaterlabor

„Nur weil man jetzt gerade nicht rausgehen kann, heißt das noch lange nicht, dass man kein Theater mehr machen kann“, lässt das Theaterlabor wissen und bietet ab sofort ein virtuelles Theaterprojekt im Internet an. Anmelden dazu kann man sich per E-Mail unter Stefanie.Taubert@Theaterlabor.de. „Wer sich angemeldet hat, bekommt von uns einen Link zugeschickt. Damit lässt sich eine Zoom-App ganz leicht auf dem Rechner oder Smartphone installieren“, erklärt Schauspielerin Indira Heidemann. Wer die App hat, kann dann nicht nur sehen, was im Theaterlabor auf der Bühne passiert. Auch die Teilnehmer selbst können sich auf dem Bildschirm sehen. „Wir werden Improtheater machen, wobei die Kinder Spielanweisungen einrufen und die Geschichte somit beeinflussen können“, sagt Indira Heidemann.

Das Angebot für Kinder ab acht Jahren soll zunächst immer dienstags und donnerstags um 15 Uhr über die Bühne gehen, könne aber je nach Bedarf auch aufgestockt werden, so die Theaterpädagogin. Als Requisiten werden von den Akteuren überwiegend Haushaltsgegenstände eingesetzt. Heidemann: „Das soll die Kinder dazu animieren, zu Hause selbst Theater zu spielen.“

Eine weitere Anregung findet sich auf der Homepage des Theaterlabors. Dort kann man sich ein Video mit einer Bastelanleitung für eine Piraten-Goldmünze anschauen. Dazu benötigt man eine leere Käseschachtel, Zeitungspapier, Klebstoff, Farbe und ein Band – also Dinge, die im Wesentlichen in jedem Haushalt vorhanden sind.

Des Weiteren hat eine Kursteilnehmerin die Geschichte „Die Insel der sprechenden Palmen“ als Hörbuch aufgenommen. Es ist ebenfalls über die Internetseite des Theaterlabors abrufbar. Weitere Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, es Hannah, der Vorleserin, gleich zu tun und ebenfalls Geschichten vorzulesen, aufzunehmen und einzuschicken.

Unter dem Motto „Mit Abstand näher rücken“ hat das Alarmtheater ein Online-Atelier eingerichtet. „Wir wollen vereinen und Austausch vollziehen und das – wie bei uns üblich – über die Kunst“, heißt es dort. Gefragt sind nicht nur Kunstwerke aus allen Genres der bildenden Künste, sondern auch Texte jeder Art. Auf Wunsch veröffentlicht das Alarmtheater diese Beiträge auch anonym. So entsteht eine Galerie auf der Homepage des Alarmtheaters, die stetig wächst und die die Menschen zusammenbringen soll.

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