Stiftung Solidarität koordiniert die Unterstützung – Tafeln liefern Lebensmittel aus Corona-Hilfe geht an den Start

Bielefeld (WB). Mit einem groß angelegten Projekt will die Stiftung Solidarität von diesem Donnerstag an in der Corona-Krise eine Hilfe auf die Beine stellen. Die „Solidarische Corona-Hilfe Bielefeld“ soll Menschen unterstützen, die sich nicht selbst versorgen können und vernetzt sie mit denjenigen, die helfen möchten.

Von Peter Bollig
Im Kuks haben (stehend von links) Franz Schaible, Uli Wienstroth und Michael Gugat sowie (sitzend von links) Diana Pilger und Jutta Küster die Zentrale der Corona-Hilfe eingerichtet.
Im Kuks haben (stehend von links) Franz Schaible, Uli Wienstroth und Michael Gugat sowie (sitzend von links) Diana Pilger und Jutta Küster die Zentrale der Corona-Hilfe eingerichtet. Foto: Thomas F. Starke

Das Projekt erfasst zum einen die Bedürftigen, die von den verschiedenen Tafeln in Bielefeld regelmäßig Lebensmittel erhalten. Um die Ausbreitung der Corona-Infektion zu verhindern, werden in Kürze wohl auch die letzten Tafeln die Ausgabe vor Ort einstellen, wie Uli Wienstroth vom Bielefelder Tisch sagt. Die Lebensmittel sollen dann direkt an die Menschen ausgeliefert werden. Dazu werden Lebensmittelpakete zentral im Kultur- und Kommunikationszentrum Sieker (Kuks) zusammengestellt und von Ehrenamtlichen ausgefahren.

Zum anderen koordiniert das Projekt eine Vielfalt von Hilfsmöglichkeiten, wie Projektleiter Michael Gugat erläutert. Auch dazu wird das Kuks von diesem Donnerstag an zur Zentrale mit einem Callcenter, in dem zunächst vier Ehrenamtliche die Anrufe entgegen nehmen. Unter der Rufnummer 0521/299770 kann sich melden, wer im Zuge der Corona-Krise ans Haus gebunden ist und daher Unterstützung benötigt. Etwa weil er nicht selber einkaufen oder den Hund zum Gassigehen ausführen kann oder irgendeine andere Unterstützung benötigt.

Hotline ist Donnerstag und Freitag von 10 bis 14 Uhr besetzt

Eine ganze Reihe von Unterstützern hätten sich bereits gemeldet und stünden bereit, wie Gugat sagt: vom IBZ über die Stadtwerke, Verbraucherzentrale und eine Hundeschule bis hin zum Catering-Unternehmen. Ziel sei es, eine Plattform zu bieten, auf der sich Hilfebedürftige melden können und sie mit denjenigen zusammenzubringen, die helfen wollen.

„Wir übernehmen keine Einkäufe, vermitteln aber an diejenigen, die das übernehmen möchten“, sagt Michael Gugat. Das Ziel sei eine nachbarschaftliche Hilfe. Die Hotline richtet sich vor allem an diejenigen, die keinen Internetzugang haben. Denn auch dort gibt es die Kontaktmöglichkeit unter www.coronahilfebielefeld.de. Über die Seite gibt es zudem einen Verweis auf eine Facebookgruppe, auf der Hilfeanfragen formuliert werden können.

Die Hotline ist zunächst an diesem Donnerstag und Freitag von 10 bis 14 Uhr besetzt. Diese Zeiten, sagt Franz Schaible, Vorsitzender der Stiftung Solidarität, würden bei Bedarf ausgeweitet. Schaible hofft auch auf Geldspenden, um zusätzliche Lebensmittel einkaufen zu können. Denn die Lebensmittelspenden der Supermärkte gingen derzeit zurück.

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