Im Durchschnitt acht Prozent mehr
Bauland in Bielefeld wird immer teurer

Bielefeld (WB/MiS). Die Gründe sind seit Jahren die gleichen. Wohnraum fehlt, ob frei finanziert oder öffentlich gefördert. Doch Bauland gibt es kaum. Ein geringes Angebot hat steigende Bodenpreise zur Folge.

Sonntag, 08.03.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 12:48 Uhr
Ein geringes Angebot hat steigende Bodenpreise zur Folge (Symbolbild). Foto: dpa

So hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bielefeld in seiner jährlichen Ausschusssitzung in allen Teilmärkten, sowohl im individuellen Wohnungsbau, beim Geschosswohnungsbau als auch bei gewerblichen Bauflächen die Bodenrichtwerte im Durchschnitt um rund acht Prozent angehoben.

Um diesem Trend erfolgreich entgegenzuwirken, sollte die Stadt Bielefeld die beschlossene Baulandstrategie konsequent umsetzen, so Egon Strathoff, stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses. Bei der Baulandstrategie will die Stadt als eine Art Grundstückszwischenhändler auftreten. Das soll preismindernd wirken. Neue Planungen sollen nur noch möglich sein, wenn mindestens 50 Prozent der Flächen zuvor an die Stadt verkauft worden sind. Nur bei kleineren Flächen bis 2000 Quadratmeter soll die Baulandstrategie nicht gelten.

Innenverdichtungen sollten in Bielefeld ebenfalls „bauliche Ausbaupotenziale“ erhöhen, sagt Rainer Nuß, Vorsitzender des Gutachterausschusses. Dafür böten sich beispielsweise Geschosswohnungsbaugrundstücke und Flächen mit Mischnutzungen an.

3200 Kaufverträge im Jahr 2019

Die rund 3200 Kaufverträge des Jahres 2019 generierten ein Umsatzvolumen von etwa 965 Millionen Euro, das den Spitzenwert vom Vorjahr bestätigt. Die ermittelten Umsatzzahlen zeigen, welche Dynamik der Immobilienmarkt derzeit in Bielefeld hat und damit auch gleichzeitig andere Wirtschaftsbereiche wesentlich anreizt.

Der entscheidender Faktor ist weiterhin die Lage eines Grundstücks. Die höchsten Preise in Bielefeld finden sich im Musikerviertel zwischen Detmolder Straße und Promenade. Dort werden in Einzelfällen bis zu 600 Euro pro Quadratmeter angesetzt. 550 Euro sind es im Bereich Sieben Hügel. Im Bielefelder Westen rund um den beliebten Siegfriedplatz sind um die 450 Euro fällig. Preiswerter wird es in Randlagen wie Sennestadt oder Ubbedissen. Aber auch in diesen Stadtteilen werden inzwischen Grundstückspreise von rund 250 Euro je Quadratmeter aufgerufen.

Preiswerter wird es erst im Bielefelder Speckgürtel. In Enger und Spenge sind 100 Euro fällig, in Steinhagen bis zu 200 Euro.

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