53-jähriger Mann entkommt kurz nach der Einweisung der Psychiatrie – Beamtin leicht verletzt
Rangelei vor Bielefelder Synagoge – Täter flieht

Bielefeld (WB/sas/ef). Ein 53-jähriger Mann ist am Donnerstagnachmittag vor der Bielefelder Synagoge zunächst in Gewahrsam genommen worden. Er hatte während einer Rangelei mit Polizeibeamten „Allahu akbar“ gerufen – Allah ist groß – und verletzte eine Polizistin leicht. Am Abend entkam er aus der Psychiatrie.

Donnerstag, 05.03.2020, 19:17 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 05:40 Uhr
Der offenbar geistig verwirrte Mann war den Beamten des Objektschutzes an der jüdischen Synagoge aufgefallen. Später entkam er. Foto: Bernhard Pierel

Der Mann war gegen 16.30 Uhr im Berufsverkehr auf der Detmolder Straße spazieren gegangen. Beamte des Objektschutzes an der jüdischen Synagoge gingen darauf auf ihn zu und wollten ihn überreden, auf den Bürgersteig zu gehen.

Darauf, so ein Polizeisprecher, rastete der Mann aus, schlug um sich und versuchte zu fliehen. Mehrere Kollegen hatten ihr Tun, ihn zu Boden zu ringen. Dabei stieß der Mann, der weiter um sich trat, mehrfach den Ruf „Allahu akbar“ („Gott ist groß“) aus. Außerdem soll er Steine bei sich gehabt haben.

Die Überprüfung des 53-Jährigen ergab, dass er polizeibekannt ist. Da es Anzeichen für geistige Verwirrtheit gab, ist er in die Psychiatrie gebracht worden. Von dort ist er wenige Stunden später jedoch entkommen. Ein Polizeisprecher: „Nach jetzigem Stand gehen wir nicht davon aus, dass sein Verhalten mit der Synagoge zu tun hatte. Er war der falsche Mann am falschen Ort.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7312733?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Arabi erhöht den Druck
Sport-Geschäftsführer Samir Arabi
Nachrichten-Ticker