NRW-Ministerium fördert öffentlichen Wohnungsbau in Bielefeld bis 2022 mit 105 Millionen Euro „Gemeinsames Ziehen an ganz dickem Strick“

Bielefeld (WB/mp). Eine wichtige Unterschrift zur Bekämpfung des Wohnungsmangels in Bielefeld haben am Mittwoch Oberbürgermeister Pit Clausen und NRW-Ministerin Ina Scharrenbach geleistet.

Mit ihren Unterschriften besiegelten Oberbürgermeister Pit Clausen und NRW-Ministerin Ina Scharrenbach eine Förderungsvereinbarung für mehr Wohnraum in Bielefeld.
Mit ihren Unterschriften besiegelten Oberbürgermeister Pit Clausen und NRW-Ministerin Ina Scharrenbach eine Förderungsvereinbarung für mehr Wohnraum in Bielefeld. Foto: Markus Poch

Vor 20 Mitarbeitern der regionalen Wohnungswirtschaft unterzeichneten sie im Alten Rathaus gemeinsam eine Zielvereinbarung, die der Stadt eine Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus bis 2022 in Höhe von mindestens 105 Millionen Euro zusichert.

„Damit bieten wir der Stadt und ihren Investoren eine sichere und verlässliche Planbarkeit ihrer Investitionen“, sagte Scharrenbach, die dem NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung vorsteht. Im Gegenzug verpflichtet sich die Stadt Bielefeld, mit kommunalen Strategien dazu beizutragen, dass im Stadtgebiet jährlich 350 öffentlich geförderte Wohnungen neu errichtet werden.

„Das ist eine Stange Geld, aber ich bin sicher, dass wir die aufbrauchen“, sagte Pit Clausen mit Blick auf den aktuellen Trend zum Ein-Personen-Haushalt und einen zweiten zu immer mehr Wohnraum pro Person. Die getroffene Vereinbarung bringe die Stadt Bielefeld weit nach vorne. Clausen: „Sie hilft vielen Menschen dabei, künftig auch dort wohnen zu können, wo sie arbeiten.“

„Der Bedarf an Wohnraum ist in Bielefeld besonders ausgeprägt“

Ina Scharrenbach sprach vom „gemeinsamen Ziehen an einem ganz dicken Strick“, das Land und Stadt bevorstünde. „Der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum ist in Bielefeld als wachsender Universitätsstadt besonders ausgeprägt. Aber was nützt der Stadt eine neue medizinische Fakultät, wenn in der Umgebung kein Wohnraum zur Verfügung steht?“, fragte sie in die Runde. Besonders bei der Schaffung rollstuhlgerechten Wohnraumes habe Bielefeld noch Nachholbedarf. 290 solcher Wohnungen seien nicht genug.

Kai Schwartz, Vorsitzender der Baugenossenschaft Freie Scholle, nannte die Vereinbarung „ein starkes Signal“, über das sich die Wohnungswirtschaft sehr freue. Jens Hagedorn vom Bauamt erwähnte gegenüber dem WESTFALEN-BLATT Bauprojekte unter anderem an der Neulandstraße, an der Jöllheide, in Eckardtsheim und in der früheren Comeniusschule in Sennestadt, die von der Förderung profitieren könnten.

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Wohnungsbau in Bielefeld

Wenn in Bielefeld Wohnungsbau so dringend ist - warum will man dann die Wohnhäuser in der ehemaligen britischen Kaserne abreißen? Ist das Bielefelder Politik?

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