„Spielend forschen“ bei Bielefelder -Experimentiertagen in der Wissens-Werk-Stadt Hier werden Kinder zu Wissenschaftlern

Bielefeld (WB). In Bielefeld steht ein deutschlandweit einmaliges Experiment an. Vom 28. März bis 5. April finden in der Wissens-Werk-Stadt Bielefeld erstmals die Kinder-Experimentiertage “Spielend forschen” statt. Bis zu 800 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren können echte Wissenschaft kennenlernen und sogar selbst Teil des Forschungsprozesses werden.

Prof. Dr. Tobias Heed und Dr. Boukje Habets zeigen eines der kindgerechten Experimente.
Prof. Dr. Tobias Heed und Dr. Boukje Habets zeigen eines der kindgerechten Experimente. Foto: Bielefeld Marketing

„Spielend forschen“ ist eine Mischung aus kindgerechten Experimenten und Spielangeboten. Die beteiligten Bielefelder Wissenschaftler von der Universität Bielefeld forschen, wie Kinder sich entwickeln und wie man die kindliche Entwicklung optimal unterstützen kann. Die Forschenden haben sich mit Bielefeld Marketing zusammengetan, um erstmals in Deutschland ein solches Forschungsformat in dieser Größenordnung durchzuführen.

„Die Experimentiertage sollen den Kindern Spaß machen und ihre Neugier und Interesse für die Wissenschaft wecken“, sagt Dr. Boukje Habets, Leiterin des beteiligten Kinderlabors „B hoch 3“ der Universität Bielefeld. Da einige Experimente Konzentration und Ruhe erfordern, wird zwischendurch gespielt und getobt. Das Besondere für die Wissenschaftler: Sie können die gesammelten Erkenntnisse hinterher in ihre Forschung einbringen und so zum Verständnis bislang schlecht verstandener Entwicklungsprozesse beitragen.

Entwicklung von Kindern unterstützen

„Wie man die Entwicklung von Kindern am besten unterstützt, ist bei vielen Themen noch nicht erforscht“, sagt Prof. Dr. Tobias Heed, Mit-Initiator und Professor für Biologische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften an der Universität Bielefeld. „Wenn Wissenschaftler etwas über die Entwicklung von Kindern herausfinden wollen, geschieht das meist in den Hochschulen. Die Kinder müssen dafür mit ihren Eltern zu uns kommen, was für die Familien oft einen hohen Aufwand bedeutet. Bei ‚Spielend forschen‘ gehen wir bewusst in die Innenstadt, um Hürden zu senken“, sagt Heed.

Die Experimente dauern höchstens 15 Minuten. Es geht zum Beispiele um diese Fragestellungen:

· Wie erlernen Kinder Bewegungen oder den Umgang mit Werkzeugen?

· Welchen Einfluss hat der Umgang mit Smartphone und Co. auf den Schlaf?

· Wie lesen Kinder Emotionen aus Gesichtern und Geschichten heraus?

· Welchen Einfluss haben „Stressoren“ auf Emotionen?

· Wie nehmen Kinder faires und unfaires Verhalten wahr?

„Das große Interesse übertrifft unsere Erwartungen. Für Kitas und Schulen waren fünf komplette Tage reserviert und alle Termine sind schon ausgebucht“, sagt Giovanni Fusarelli, Projektleiter für die Wissens-Werk-Stadt bei Bielefeld Marketing. Eltern können ihre Kinder aber noch einzeln für Termine an den beiden Wochenenden (28./29. März und 4./5. April; jeweils 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr) anmelden.

Frist für die Online-Anmeldung unter www.bielefeld.jetzt/spielend-forschen ist der 13. März. „Aber die Plätze werden wahrscheinlich viel früher ausgebucht sein“, schätzt Fusarelli.

Vorbild für „Spielend forschen“ ist die „Summer Scientists Week“ im englischen Nottingham, wo ein solches Angebot schon etabliert ist. „Wir hoffen, dass wir in Bielefeld gemeinsam mit der Wissens-Werk-Stadt eine ähnlich tolle Tradition begründen können“, sagt Fusarelli.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7309266?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F