Premierenvorstellung des Circus Busch muss in Bielefeld abgebrochen werden
Unwetter: Zirkuszelt geräumt

Bielefeld (WB/pan). Eben noch hat ein Clown seine Späße getrieben und Mini-Pferde sind im Kreis der Manege gelaufen. Doch gerade als die Pause anfängt bei der ersten Vorstellung des Circus Busch an der Radrennbahn, schlägt die Stimmung ebenso um wie das Wetter. Die Vorstellung muss abgebrochen werden.

Sonntag, 01.03.2020, 12:52 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 17:41 Uhr
Die Auswirkungen der Sturmböen sind vor allem beim Eingangsschild des Circus Busch sichtbar. Foto: Kerstin Panhorst

Das Zirkuszelt beginnt am Samstagnachmittag heftig zu wackeln, Sturmböen drücken gegen die Seiten und der Wind zerrt an den Planen. Vor dem Zelt fallen Eisenstangen herunter mit lautem Knall. Unter den Besuchern macht sich die Panik breit. Die ersten Kinder, die vor wenigen Minuten noch strahlend gelacht haben, beginnen zu weinen und klammern sich an ihre Eltern.

Ruf nach einem Krankenwagen für mögliche Verletzte

Der Ruf nach einem Krankenwagen für womöglich Verletzte im Außenbereich wird laut, aber die Zirkusmitarbeiter geben Entwarnung. „Es ist niemandem etwas passiert, keiner wurde verletzt. Aber wir müssen die Vorstellung jetzt aus Sicherheitsgründen abbrechen“ erklärt Zirkusdirektor Henry, der zuvor noch als Moderator in der Manege gestanden hat.

Ruhig und besonnen bringen die Mitarbeiter die Besucher zu den Hinterausgängen und fordern sie, auf das Gelände schnellstmöglich zu verlassen. Auch diejenigen, die die Pause genutzt haben, um sich die Tiere aus der Nähe anzusehen, müssen gehen.

Starke Böen hinterlassen Spur der Verwüstung auf dem Zirkusplatz

Vor dem Zirkuszelt wird dann das Ausmaß des Sturms deutlich: Der eiserne Eingangsbogen liegt gekippt auf der Seite, das Vorzelt am Boden. „Das Vorzelt haben unsere Leute selbst abgebaut und dort hingelegt, schon als Vorsichtsmaßnahme. Wir werden jetzt erst einmal alles überprüfen und dann sehen, wann die nächste Vorstellung stattfinden kann. Und alle, die heute dabei waren, sind natürlich eingeladen ihren Besuch kostenlos zu wiederholen“, verspricht Henry.

Bevor der Sturm für ein jähes Ende des Zirkusvergnügens sorgte, hatte sich nämlich durchaus noch die Magie in der Manege entfaltet. Artistik, Tierdressuren und Clownerien sowie Akrobatik standen auf dem Programm. Artistinnen schwangen Hula-Hoop-Reifen umher oder sich selbst an Tüchern in die Kuppel, Vadim aus Russland trotzte am Trampolin den Gesetzen der Gravitation und baute auch ein paar Slapstickeinlagen ein.

Die Vorstellung ging nur bis zur Pause.

Die Vorstellung ging nur bis zur Pause. Foto: Panhorst

Chefdresseur Markus Frank ließ unterdessen nicht nur Miniponys, die kleinsten Pferde der Welt, sondern auch Kamele und exotische Rinder Kunststücke vollführen oder in hohem Tempo im Kreis rennen.

Noch bis zum 8. März gastiert der Circus Busch voraussichtlich auf der Radrennbahn in Bielefeld. Mehr Informationen zu den Vorstellungen gibt es unter Tel. 0163/7028765 oder auf www.circus-paul-busch.de.

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