Ziel: Tempo 30 im 5. Kanton in Bielefeld
Moss empfiehlt Verkehrskonzept

Bielefeld (WB/vz). Einen ersten Erfolg hat die Bürgerinitiative „Gemeinsam leben im 5. Kanton“ für ihren Wunsch nach einer großflächigen Verkehrsberuhigung im Viertel verbucht: Baudezernent Gregor Moss hat den Bewohnern ein Verkehrskonzept empfohlen.

Sonntag, 01.03.2020, 15:00 Uhr
Befassen sich im 5. Kanton mit dem Thema Verkehr, von links: Nikolai Acikportali, Dieter Froloff (Bürgerinitiative), Stadtteilkoordinator Leif Pollex, Baudezernent Gregor Moss, Andreas Lüttig (Johanneswerk) und Thomas Keitel (Bürgerinitiative). Foto: Volker Zeiger

Bei der traditionellen Aschermittwochsveranstaltung der Werbegemeinschaft 5. Kanton zusammen mit der Bürgerinitiative im Aktivitätenzentrum Meinolfstraße sprach sich Moss für eine Analyse dessen aus, wie ein Tempo 30-Bereich zwischen Eckendorfer-, Ziegel-, Heeper Straße und Stadtholz umgesetzt werden könnte. Er berief sich auf ein Konzept, wie es jüngst für den Bereich um den Siegfriedplatz vorgestellt wurde.

Die Bürgerinitiative hatte in den vergangenen Monaten mit der Forderung nach weiträumigem Tempo 30-Gebot auf sich aufmerksam gemacht. Das gesamte Viertel sei durch erheblichen Durchgangsverkehr belastet, Feld- und Finkenstraße sowie Hakenort würden als Schleichwege benutzt. Zu viele Lastwagen nutzten „mit Vorliebe die Wohnstraßen“. Gefordert wurde ein Durchfahrverbot für Lastwagen, die Bleichstraße sei als 30-er Bereich auszuweisen, Aufpflasterungen müssten an den Zufahrten ins Viertel erfolgen, höhere Bordsteine statt der fast auf Straßenniveau befindlichen Bürgersteige seien notwendig.

„Bei der Analyse werden die Bewohner mitgenommen“

Der Baudezernent riet von Maßnahmen wie mehr Halteverboten und Aufpflasterungen an Kreuzungen ab. Tempo 30 komme auf der Bleichstraße kaum in Betracht, weil sie eine „wichtige Erschließungsfunktion“ habe und es keine „Unfallhäufung“ gebe.

Sinnvoller sei, der Politik vorzuschlagen, dass diese ein Verkehrskonzept beauftragt. Es sei besser, den Ist-Zustand objektiv erfassen zu lassen und dann Lösungen anzubieten. „Bei der Analyse werden die Bewohner auch mitgenommen“, versprach Moss den 80 Zuhörern der Veranstaltung.

Bei der Aussprache ging es auch um die Baulücke, die seit Abriss der Volkeningschule an der Petristraße klafft; dort erregt eine Gesteinshalde die Gemüter. Das geschredderte Material werde auf der Baustelle verwendet, erklärte Johanneswerk-Geschäftsführer Andreas Lüttig. Nach wie vor sei auf dem Grundstück ein Altenheim geplant. Jetzt würden letzte Details mit dem Bauamt besprochen, und die Bezirksvertretung Mitte befasse sich Mitte März mit dem Bauvorhaben. Die von Bürgern als zu gering erachteten 14 Autostellplätze auf eigenem Grund werden beibehalten. Von einer Tiefgarage, wie Zuhörer sie vorschlugen, distanzierte sich Lüttig aus Kostengründen.

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