Eigene Stickstoffdioxid-Messungen an Bielefelds Knotenpunkt weit unter dem Grenzwert
Handel fordert Stopp für Jahnplatz-Pläne

Bielefeld (WB). Der Handel in Bielefeld fordert einen Stopp der Umbaupläne für den Jahnplatz . Die Vertreter von Handelsverband, Werbegemeinschaft City und Kaufmannschaft Altstadt appellieren außerdem an das Land als Beklagtem, sich an diesem Freitag vor dem Oberverwaltungsgericht Münster für den Jahnplatz nicht auf einen Vergleich mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) einzulassen.

Donnerstag, 27.02.2020, 12:34 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 19:50 Uhr
Der Bielefelder Jahnplatz bleibt ein Dauerthema. Foto: Bernhard Pierel

Die Vertreter des Handels verweisen dazu auf eigene Stickstoffdioxid-Messungen, die an der Herforder Straße 5-7 durchgeführt werden – an dem selben Standort, den auch das Landesumweltamt (Lanuv) für seine offiziellen Jahnplatz-Messungen nutzt. Der Passivsammler, den der Handel einsetzt, kam 2019 auf einen Durchschnittswert von 34,4 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. Auch die offiziellen Messungen lagen 2019 unter dem Grenzwert. Der Lanuv-Passivsammler wies 39 Mikrogramm aus, die feste Mess-Station 36 Mikrogramm.

„Die Werte zeigen, dass die Diskussion um die Grenzwerte politisch missbraucht wird“, sagte am Donnerstag Olaf Klötzer (Kaufmannschaft Altstadt). „Das Paprika-Bündnis im Rathaus ist einen Deal mit einem Abmahnverein eingegangen“, sagte Klötzer mit Blick auf die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die hatte auf Einhaltung der Grenzwerte in Bielefeld gegen das Land geklagt. Nach einer Vergleichsverhandlung am 12. Februar soll an diesem Freitag das Ergebnis bekannt gegeben werden. Kern des Vergleichs ist der Umbau des Jahnplatzes.

„Dabei sollte es eine geordnete Rolle rückwärts geben“, sagte Dominik Heuer (Knigge) von der Werbegemeinschaft City. Die Gelegenheit dazu biete sich bei der Ratssitzung am 5. März. Die Vertreter des Handels sind sich einig, dass die Jahnplatz-Pläne übereilt geschmiedet worden seien. Der Platz werde künftig keine verbesserte Aufenthaltsqualität bieten. Während der zweijährigen Bauphase werde die City nur schlecht zu erreichen sein. Zudem fehle ein Gesamtkonzept mit zusätzlichen Park-and-Ride-Plätzen und Buslinien.

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