Geschäftsführung wehrt sich gegen Vorwurf des MVZ
Auch Bielefelder Klinikum hat Angebot gemacht

Bielefeld (WB/peb). Auch das Städtische Klinikum Bielefeld hat dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Ärztegemeinschaft OWZ GmbH ein konkretes Kaufangebot gemacht. Darauf weist der Geschäftsführer des Klinikums, Michael Ackermann, hin und lässt durchblicken, dass eine Einigung an zu hohen Forderungen des MVZ gescheitert sind.

Freitag, 21.02.2020, 11:25 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 11:50 Uhr
Die dermatologische Ärztegemeinschaft an der Otto-Brenner-Straße in Sieker hat einen Insolvenzantrag gestellt und sucht einen Partner, um den Fortbestand zu sichern. Foto: Peter Bollig

Wie am Donnerstag berichtet, hatten das MVZ und dessen Sanierungsbeauftragter Holger Theurich in einer Stellungnahme am Mittwoch festgestellt, dass sich ausschließlich das Klinikum Lippe bereit erklärt habe, „ein Fortführungskonzept und Übernahmeangebot abzugeben“ . Man sei deshalb verwundert, dass die Stadt Bielefeld und niedergelassene Ärzte Widerspruch bei der Bezirksregierung gegen die geplante Übernahme des wirtschaftlich angeschlagenen MVZ durch das Klinikum Lippe eingelegt hatten.

Dem hält Michael Ackermann entgegen: „Das Klinikum Bielefeld hat im November 2019 intensive Verhandlungen über den Erwerb der Ärztegemeinschaft geführt. Das Klinikum Bielefeld hat unter Hinweis auf den Gremienvorbehalt ein konkretes Kaufangebot abgegeben.“ Das Angebot sei telefonisch unterbreitet worden. Allerdings: „Nachdem im Anschluss an das Gespräch noch Nachforderungen von Seiten des MVZ kamen, hat das Klinikum Abstand davon genommen, das telefonisch vereinbarte verbindliche Angebot zusätzlich noch schriftlich beim Insolvenzverwalter einzureichen“, sagt Ackermann.

Das MVZ hatte einen Insolvenzantrag gestellt und kämpft um den Fortbestand. Der Betrieb läuft weiter; das Klinikum Lippe hat die Betriebsführung bereits übernommen und möchte auch als Gesellschafter die dermatologische Ärztegemeinschaft gemeinsam mit einem Hautarzt übernehmen.

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