17 Gastronomen in Bielefeld nehmen bislang an dem Projekt teil Die „Nette Toilette“ darf noch mehr genutzt werden

Bielefeld (WB/wie). 17 Gastronomiebetriebe in Bielefeld nehmen mittlerweile an dem bundesweiten Projekt „Nette Toilette“ teil. „Das ist ein guter Stand, aber es ist noch Luft nach oben“, sagt Bernd Hellermann, Abteilungsleiter im Amt für Verkehr.

Weitere „Mitmacher“ gesucht (von links): Bernd Hellermann (Amt für Verkehr), Dr. Wolfgang Aubke (Seniorenrat) und Karl Richter (Stolander-Wirt).
Weitere „Mitmacher“ gesucht (von links): Bernd Hellermann (Amt für Verkehr), Dr. Wolfgang Aubke (Seniorenrat) und Karl Richter (Stolander-Wirt). Foto: Arndt Wienböker

Die „Nette Toilette“ ist eine Aktion der Stadt Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Gastronomen stellen für Besucher ihre Gästetoiletten zur Verfügung, ohne damit einen Verzehrzwang zu verbinden. Die teilnehmenden Betriebe erkennt man an einem roten Aufkleber im Eingangsbereich.

Einer der ersten, die sich 2019 in Bielefeld der Aktion angeschlossen haben, ist Karl Richter. Der Wirt der Kneipe Stolander sagt: „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, da mitzumachen. Ich habe bislang auch keine negativen Erfahrungen gemacht. Ich möchte nur höflich gefragt werden.“ 30 bis 40 Mal im Monat würde das passieren. „Ich nehme auch kein Geld dafür, wenn einer mal schnell aufs Klo muss“, so Richter.

Das Stolander ist einer von zehn Betrieben in der City, die sich an der Aktion beteiligen. Sieben weitere befinden sich in Außenbezirken. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro (City) bzw. 50 Euro (Bezirke) pro Monat.

Insgesamt 40.000 Euro stünden für das Projekt bereit, erklärt Dr. Wolfgang Aubke (Seniorenrat). Ziel sei es, ein ausreichend dichtes Netz an öffentlichen Toiletten, das auch in Stadtplänen und der Bielefeld-App verzeichnet wird, vorzuhalten. „Wir haben schon eine ganze Menge erreicht. Die Situation hat sich deutlich verbessert“, betont Aubke. Für die „Nette Toilette“ werden aber noch weitere „Mitmacher“ gesucht. Interessenten können sich bei Bernd Hellermann melden: bernd.hellermann@bielefeld.de.

Karl Richter macht im Stolander weiter

Am 1. Juni 1995 hatte Karl Richter das Stolander an der Alfred-Bozi-Straße als Pächter übernommen. Und eigentlich sollte am 30. Mai dieses Jahres nach 25 Jahren Schluss sein. Doch der Kultwirt bleibt. „Ich habe keinen geeigneten Nachfolger gefunden, darum werde ich noch mindestens drei Jahre weitermachen“, erklärt der 70-Jährige. Der neue Pachtvertrag werde in Kürze unterschrieben. Karl Richter betreibt das Stolander seit zweieinhalb Jahren ganz allein.

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