„Fridays for Future“-Demonstration fällt kleiner aus als erwartet Klimademo: 700 statt 5000 Demonstranten

Bielefeld (WB). Mit 5000 Demonstranten haben die Bielefelder „Fridays for Future“-Aktivisten gerechnet. Zum zentralen NRW-Protesttag anlässlich der „Hinterland of Things“-Konferenz von Start-up-Unternehmern und Wirtschaftsgrößen im Lokschuppen sind aber nur rund 700 Demonstranten auf dem Jahnplatz zusammengekommen. Am Lokschuppen selbst versammeln sich am Ende nur rund 250 Aktivisten, unter ihnen auch rund 40 Leute, die offenbar der Antifa-Szene zuzurechnen sind.

Von Michael Schläger
Nur rund 700 Menschen sind dem Aufruf von “Fridays for Future” gefolgt und haben am Donnerstag in der Bielefelder Innenstadt demonstriert.
Nur rund 700 Menschen sind dem Aufruf von “Fridays for Future” gefolgt und haben am Donnerstag in der Bielefelder Innenstadt demonstriert. Foto: Oliver Horst

Es ist wohl das nasskalte Regenwetter, das an diesem Donnerstag viele davon abgehalten hat, zur Demo nach Bielefeld zu kommen. „Toll, dass dann doch noch so viele dabei sind“, begrüßt David Nalimov, Sprecher der Bielefelder „Fridays for Future“-Bewegung, um kurz nach 12 Uhr die Protestler auf dem Jahnplatz. Einige Minuten zuvor herrscht dort noch gähnende Leere, zumal die Polizei Bielefelds zentralen Platz wegen der eigentlich erwarteten hohen Zahl von Demonstranten weiträumig abgesperrt hat.

Mit Reden halten sich die Protestler nicht lange auf. „Kommt näher zusammen!“, ruft eine Sprecherin. „Dann wird’s ein bisschen kuscheliger.“ Es sind die bekannten Schlachtrufe, die zu hören sind. „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle“ zum Beispiel. Und Hüpfen macht jetzt tatsächlich Sinn, es wärmt die durchnässten Demonstranten wenigstens ein bisschen auf.

Unterwegs zum Lokschuppen setzen sich dann immer mehr junge Leute ab. 250 versammeln sich in der Nähe des Veranstaltungsortes. David Nalimov begründet, warum sich die Aktivisten die „Hinterland“-Konferenz ausgesucht haben. „Da wird über Nachhaltigkeit geredet“, sagt er. „Wir wollen eine Wirtschaftspolitik, die diesem Grundsatz folgt.“ Und natürlich eine Klimapolitik, die auch klimagerecht sein müsse.

Für die Demonstration muss nicht nur der Jahnplatz weiträumig abgesperrt werden. Eigentlich sind Sternmärsche vom Niedermühlenkamp, von der Oetkerhalle und vom Hauptbahnhof zum Jahnplatz vorgesehen. Doch die Demonstranten kommen nur spärlich aus diesen Richtungen zum Jahnplatz. Auch die Herforder Straße bis zur Einmündung Feldstraße wird abschnittweise für den Demonstrationszug gesperrt. Dadurch kommt es zu Verkehrsbehinderungen.

Kommentare

Thursday for Future

Verständliches Anliegen der Demonstranten.
Doch muss bei jeder Großdemo die Bielefelder Innenstadt gesperrt und der ÖPNV unterbrochen werden. Wer nicht die Zeit frei hat zum demonstrieren, muss vielleicht, nein ganz bestimmt zur Arbeit.

... ist ja kein Freitag...

Ist ja kein Zufall, das nur 400 Demonstranten sich eingefunden haben.
Mir fallen auf Anhieb zwei Argumente ein...
1.) Die "Normalmenschen" muessen arbeiten...
2.) Ist ja kein Freitag...

2 Kommentare

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