Historisches Museum zeigt „stadtgeschichtliche“ Bilder von Hermann Stenner
Alles auf Anfang

Bielefeld (WB). Werke des Bielefelder Malers Hermann Stenner (1891-1914) sind nicht nur im Kunstforum Hermann Stenner zu sehen, sondern vom 19. April bis zum 26. Juli auch im Historischen Museum. Das besitzt eine aquarellierte Federzeichnung mit einem Strandmotiv, das, so Historiker Dr. Gerhard Renda, um 1912/13 entstanden ist. Dazu kommen weitere 34 Gemälde und Zeichnungen, die Sammler Prof. Hermann-Josef Bunte „In Kanada wiederentdeckt“ hat – so auch der Titel der Schau.

Donnerstag, 06.02.2020, 19:00 Uhr
Dr. Wilhelm Stratmann (links) und Dr. Gerhard Renda stellten das Jahresprogramm des Historischen Museums vor. Eine neu gestaltete Abteilung wird noch im Februar eröffnet, die Halle selbst (im Hintergrund) soll folgen – irgendwann. Foto: Bernhard Pierel

Das ist eine von insgesamt vier Ausstellungen, die 2020 im Historischen Museum eröffnet werden.

„Anfang“ – unter diesen Begriff hat die Museumsinitiative OWL das Ausstellungsjahr 2020 gestellt. Das Historische Museum wolle viele „Anfänge“ präsentieren, so Museumsleiter Dr. Wilhelm Stratmann.

80 Objekte sind zu sehen

Im Anschluss an die Ausstellung „Bewegende Erfindungen“, die am 15. März zu Ende geht, schließt sich der Wandel der Bielefelder Baukultur in Industrie, Wirtschaft und Dienstleistung ab 1986 an. Studierende des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld sind dem Wandel nachgegangen, die Bilder werden in der Kommunalen Galerie, in der Uni, im Historischen Museum und – auf Großplakatwänden im Ravensberger Park gezeigt (Eröffnung 26. März).

Am 19. April wird eine Schau eröffnet, in der zum ersten Mal öffentlich 80 Objekte zu sehen sind, die Archäologen im Bereich des Alten Marktes (Lampe Bank) gefunden haben: „Die Siedler von Bielefeld“.

Den Schlusspunkt des Jahresprogramms setzt die Schau„Die große Illusion“ (ab 6. September), die aus einem Teil des Museums ein Kino mit Foyer und Zuschauersaal macht, aber auch von den Lichtspielhäusern in Bielefeld und in den heutigen Stadtbezirken erzählt – das erste eröffnete 1907. Museumsleiter Wilhelm Stratmann: „Bielefeld als Premierenstadt mit Besuchen von Stars wie Romy Schneider wird ebenfalls beleuchtet.“ Diese Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Tri-Ergon wie Stratmann überhaupt Wert auf Kooperationen legt: Wir möchten ein Museumsprogramm gemeinsam mit der Stadtgesellschaft machen.“

„Epoche der Weltkriege“

Ein weiterer Anfang: Am 16. Februar wird die neue Abteilung „Epoche der Weltkriege“ eröffnet, die die Zeit von 1914 bis 1945 dokumentiert. Geplant ist dann noch ein Bereich für die Jahre bis zur Gründung der Bundesrepublik.

Ausdrücklich betont er, dass die Stenner-Schau „In Kanada wiederentdeckt“ nicht in Konkurrenz zum Hermann Stenner-Kunstforum stehe. Zu sehen seien Bilder, die auch Motive aus Stenners Heimatstadt Bielefeld, etwa den Kesselbrink, zeigen würden: „Deshalb sind sie nicht nur künstlerisch, sondern stadtgeschichtlich von Bedeutung.“

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