Stadt Bielefeld unterliegt in zweiter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Urteil: Tagesmutter lässt Kind von Kollegin betreuen – Stadt muss zahlen

Münster/Bielefeld/Minden (dpa/lnw). Lässt eine Tagesmutter ihr Kind von einer Kollegin in den gleichen Räumlichkeiten betreuen, muss die Stadt dafür zahlen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in einem Eilbeschluss entschieden.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Die Stadt Bielefeld hatte einen bereits ausgesprochenen Bewilligungsbescheid für das Kind zurückgezogen. Das Jugendamt vermutete ein Scheingeschäft. Die Tagesmutter hatte angegeben, dass eine Kollegin das Kind in den gemeinsam genutzten Räumen in einer sogenannten Großtagespflegestelle für mehrere Kinder betreut. Das Verwaltungsgericht Minden hatte der Stadt Bielefeld Recht gegeben. Die Beschwerde der Mutter dagegen hatte jetzt in Münster Erfolg, wie das OVG am Dienstag mitteilte (Az.: 12 B 655/19) .

Bei einem professionellen Berufsverständnis sei die Zuordnung eines Kindes zu einer bestimmten Tagespflegeperson gewährleistet, sagten die OVG-Richter zur Begründung - auch wenn die Mutter in den denselben Räumen arbeite. Prüfen und überwachen müsse das das zuständige Jugendamt.

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