Der Bielefelder Schauspieler Omar El-Saeidi ist längst „serienreif“ Im „Institut“ geht’s ans Eingemachte

Bielefeld  (WB). Gleich zwei TV-Serien, in denen der Bielefelder Schauspieler Omar El-Saeidi (39) zum Stammpersonal gehört, gehen mit einer neuen Staffel auf Sendung. Oder werden mit einer weiteren Episodenreihe weiter gedreht.

Von Burgit Hörttrich
Die sechs tapferen Mitarbeiter eines deutschen Sprachinstituts in einem fiktiven Land: Margarete (Swetlana Schönfeld), Titus (Robert Stadlober), Jördis (Nadja Bobyleva), Haschim, gespielt von Omar El-Saeidi aus Bielefeld, Dr. Eckhart (Christina Große) und Gmeiner (Rainer Reiners) sind „Das Institut“.
Die sechs tapferen Mitarbeiter eines deutschen Sprachinstituts in einem fiktiven Land: Margarete (Swetlana Schönfeld), Titus (Robert Stadlober), Jördis (Nadja Bobyleva), Haschim, gespielt von Omar El-Saeidi aus Bielefeld, Dr. Eckhart (Christina Große) und Gmeiner (Rainer Reiners) sind „Das Institut“. Foto: BR/Deutsche Telekom/NDR/Novafilm GmbH/WDR/Alva Nowak

Die zweite Staffel der preisgekrönten Comedy-Serie „Das Institut – Oase des Scheiterns“ hat am 19. März Premiere im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks. Und in dieser Woche hat El-Saeidi seinen Drehstart in der dritten Staffel von „Soko Potsdam“, in der er den Kriminaloberkommissar David Grünbaum spielt.

„Das Institut“ , ausgezeichnet mit dem Deutschen Comedy-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis 2018, sei eine satirische, mutige und oft auch politisch unkorrekte Serie, so Omar El-Saeidi. Er habe sich gefreut, als der Anruf gekommen sei, „dass es weiter geht“. Zuerst nämlich seien ab November 2017 nur vier Folgen gedreht worden, dann weitere vier. Bei denen aber habe die Quote gestimmt und darauf, so der Schauspieler, komme es letztendlich an, ob ein Format fortgesetzt werde oder nicht.

Sechs tapfere Mitarbeiter

„Das Institut“ – gedreht wurde in Berlin – erzählt von sechs tapferen Mitarbeitern eines deutschen Sprachinstitutes, die in einem fiktiven Land alles dafür tun, die Einheimischen für die deutsche Kultur zu begeistern. Jedes Mittel ist ihnen dafür recht. Und während man sich mit potenziellen Terroristen, aufdringlichen Giftschlangen und impertinenten Couchsurfern herum schlagen muss, tragen die Mitarbeiter untereinander ihre Streitigkeiten aus: Es geht ans Eingemachte.

Im April und Mai soll für die Serie ein Podcast (eine Audio-Datei, die man jederzeit abhören kann) aufgenommen werden, um die Zielgruppe der jungen Mediennutzer mit dem „Institut“ zu erreichen. Jede der TV-Folgen ist 27 Minuten lang und es treten auch Gaststars auf. Darunter sind zum Beispiel Jan Weiler und Kurt Krömer. Selbst sein 80-jähriger Vater hätte über Szenen in „Das Institut“ gelacht, ihn aber dafür kritisiert, dass er „so merkwürdig“ spreche.

Als Oberkommissar in der ZDF-Serie „Soko Potsdam“ hat er mit Luna Kunath (Caroline Erikson) und Sophie Pohlmann (Katrin Jaehne) zwei Chefinnen in der Potsdamer Mordkommission. Unterstützt werden die beiden von Chef Bernhard Henschel (Michael Lott) und den Kollegen David Grünbaum, eben Omar El-Saeidi, Christoph Westermann (Hendrik von Bültzingslöwen), Spurensicherer Thomas Brandner (Yung No) und Rechtsmediziner Werner Vense (Bernd Stegemann).

90-Minüter abgedreht

Abgedreht hat El-Saeidi außerdem den 90-Minuten-ZDF-Spielfilm „Matze, Kebab, Sauerkraut“. Darin spielt er Hakim, einen jungen Muslim, der sich, wie sein jüdischer Freund, in ein christliches Mädchen verliebt. Der letzte Drehtag – aufgenommen wurde ein großes Fest – sei ausgerechnet an seinem Geburtstag gewesen, sagt El-Saeidi.

Er freue sich darüber, auch Theater spielen zu können. Aktuell steht er in „Text“, eine deutschsprachige Erstaufführung, im TAM auf der Bühne. Omar El-Saeidi spielt darin drei Rollen, unter anderem die eines brutalen, mit Goldketten behängten Mafiabosses. „Endlich mal ein echter Bösewicht“, sagt Omar El-Saeidi. Denn als solcher werde er eigentlich niemals besetzt, dabei könne er auch „fies sein“. Zum Beispiel, wenn er in „Text“ Iljas Kopf in sein Steak drückt und anschließend einfach weiter isst, als wäre nie etwas geschehen.

Die sechswöchige Probenzeit verbrachte Omar El-Saeidi in Bielefeld. Eine Ausnahme, denn häufig ist er zu Dreharbeiten unterwegs.

Dass er immer wieder Angebote bekomme, sei für ihn ein Kompliment und gebe ihm auch Sicherheit, so Omar El-Saeidi, der auch als Sprecher, Regisseur und Schauspielcoach tätig ist.

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