In Bielefeld gibt es 26 Unfallhäufungspunkte
Das sind die gefährlichsten Stellen in der Stadt

Bielefeld (WB). Auf welchen Straßen in Bielefeld ereignen sich besonders viele Unfälle? Wo sind Radfahrer und Fußgänger besonders gefährdet, Opfer im Straßenverkehr zu werden? Das steht – Jahr für Jahr aktualisiert – im Bericht der Unfallkommission. Derzeit gibt es in der Stadt 26 Unfallhäufungsstellen, sagt Stefanie Wrede von der Unfallkommission. Nachfolgend eine Auswahl der gefährlichsten Stellen in der Stadt im Überblick.

Montag, 03.02.2020, 06:00 Uhr
Blick auf die Kreuzung Alfred-Bozi-/Elsa-Brändström-/Notpfortenstraße: Hier kracht es seit Jahren zwischen Autofahrern und Radlern. Die Fahrbahn soll breiter werden, um die Unfallhäufungsstelle noch vor dem Jahnplatzumbau zu entschärfen. Foto: Bernhard Pierel

Kreuzung Engersche-/Westerfeld-/Talbrückenstraße : Vergangenes Jahr ereigneten sich auf der großen Kreuzung in Schildesche sechs Unfälle mit Leichtverletzten und schweren Sachschäden. Vier Karambolagen passierten beim Abbiegen. Verblasste Markierungen auf Fahrbahnen wurden erneuert, um Unfälle zu vermeiden.

Einmündung Lagesche Straße/Ostring : Hier gab es 2019 fünf Unfälle mit Verletzten oder hohen Sachschäden. Drei Karambolagen ereigneten sich im dichten Verkehr. Auf den Mittelstreifen der Lageschen Straße soll das hohe Grün vor der Einmündung zurück geschnitten werden, damit der Bereich besser einsehbar ist.

Herforder-/Heilbronner Straße : An dieser Ecke in Heepen gab es 2019 zwar keine Unfälle gab, trotzdem gilt der Bereich weiter als Unfallhäufungsstelle. Grund: In den Jahren 2017 und 2018 ereigneten sich dort sechs Karambolagen, in die Fußgänger und Radfahrer verwickelt waren. Maßnahmen zur Entschärfung der Unfallstelle sind noch nicht umgesetzt.

Herforder-/Beckhaus-/Walther-Rathenau-Straße : Auf dieser Innenstadtkreuzung kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Unfällen mit Verletzten und schweren Sachschäden. Inzwischen warnen größere Schutzblinker vor querenden Passanten und Radlern. Langfristig soll die Beckhausstraße zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer umgestaltet werden.

Alfred-Bozi-/Elsa-Bränd­ström-/Notpfortenstraße : Auf dieser Innenstadtkreuzung kam es in den vergangenen drei Jahren zu zehn Unfällen mit zehn Verletzten meist wegen (falsch) abbiegender Radfahrer. Zur Entschärfung der Situation setzt die Unfallkommission neben Verkehrskontrollen auf eine Neugestaltung der Radwege.

Eckendorfer Straße : Auf der viel befahrenen Straße kracht es immer wieder beim (Links-)Abbiegen. Seit dem Jahr 2016 registrierte die Unfallkommission allein auf der Kreuzung zur Ziegelstraße 24 Unfälle. Bei 15 Unfällen wurden Menschen verletzt. Langfristig soll es auf der gesamten Eckendorfer Straße separate Ampelphasen für Linksabbieger geben.

Brockhagener-/Umlostraße : Vier Unfälle – drei mit Verletzten, einer mit schwerem Sachschaden – sorgten dafür, dass der Bereich im Bielefelder Süden zur Unfallhäufungsstelle erklärt wurde. Ob das Nachmarkieren der Haltelinien und Pfeile (aus Richtung Industriegebiet kommend) im August 2019 dauerhaft Wirkung zeigt, wird jetzt beobachtet.

Senner-/Düsseldorfer Straße : Hier kracht es seit Jahren beim Abbiegen. Der Einmündungsbereich soll bis zum Jahr 2023 sicherer gestaltet werden.

Oerlinghauser Straße/Lipper Hellweg : Hier steht in der Statistik der Unfallkommission alles auf tiefrot. Dauerunfallursache sind Abbiegeunfälle. Es trifft vor allem Radfahrer. Obwohl schon mehrere Maßnahmen zum Schutz der Radler umgesetzt worden sind, fehlt es an der Umsetzung einer zukünftigen Radverkehrsführung.

Arndt-/Weststraße : Hier steht die Statistik auf tiefrot. An dieser Stelle im Bielefelder Westen kommt es immer wieder zu Unfällen mit Fußgängern und Radfahrern. In den Jahren von 2014 bis 2018 gab es 15 Karambolagen, fast immer mit Verletzten. Seit Juli vergangenen Jahres gibt es an dieser Unfallhäufungsstelle neue Markierungen zum Schutz von Radlern und Passanten. Die Unfallkommission beobachtet jetzt, ob die Maßnahmen greifen.

Niederwall/Altstädter Kirchplatz : Auch hier zeigt die Unfallstatistik auf tiefrot. Von 2013 bis 2019 ereigneten sich in diesem Bereich in der Innenstadt zwölf Unfälle, fast immer gab es verletzte Radler oder Fußgänger. Ein neuer Fußgängerüberweg soll für mehr Sicherheit sorgen.

Neustädter Straße/Am Bach : An dieser Stelle in der Altstadt leuchtet die Unfallstatistik ebenfalls tiefrot – abbiegende Autofahrer übersehen immer wieder Radler und Passanten. Bei jedem Zusammenstoß gab es Verletzte. Laut Unfallkommission kann ein Mini-Kreisverkehr helfen, die Situation zu entschärfen.

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