Regina Kopp-Herr letztmals als Bürgermeisterin beim Neujahrsempfang in Brackwede „Es ist und war mir eine Ehre“

Bielefeld (WB). Im Zeichen eines harmonischen Miteinanders, aber auch des Abschiedes, hat der Stadtbezirk Brackwede am Freitagabend seinen Neujahrsempfang gefeiert. Vor 300 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ließ die scheidende Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr das Jahr 2019 Revue passieren und blickte auch auf die letzten Monate ihrer Amtszeit.

Von Markus Poch
Gelöste Stimmung beim Brackweder Neujahrsempfang (von links): Hilde Wegener (SPD), Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr (SPD), Vincenzo Copertino (CDU), das amtierende Brackweder Prinzenpaar Christina Fuest und Kay Kevin Walzel, Stadtteilkoordinatorin Sonja Frisch, Ursel Meyer (CDU), Carsten Krumhöfner (CDU) und Hans-Werner Plaßmann (SPD).
Gelöste Stimmung beim Brackweder Neujahrsempfang (von links): Hilde Wegener (SPD), Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr (SPD), Vincenzo Copertino (CDU), das amtierende Brackweder Prinzenpaar Christina Fuest und Kay Kevin Walzel, Stadtteilkoordinatorin Sonja Frisch, Ursel Meyer (CDU), Carsten Krumhöfner (CDU) und Hans-Werner Plaßmann (SPD). Foto: Markus Poch

Wie das WESTFALEN-BLATT berichtete, will sich die 62-Jährige, die für die SPD im Landtag sitzt, mittelfristig aus ihren politischen Ämtern zurückziehen, um Platz zu machen für Jüngere. Folglich wird sie im Herbst zur Kommunalwahl nicht mehr antreten. „Ich möchte aber deutlich machen, dass es mir eine Ehre ist und war, in diesem Stadtbezirk Bezirksbürgermeisterin zu sein“, sagte die vierfache Mutter im Brackweder Gymnasium. „Ich denke an viele Begegnungen mit Brackwederinnen und Brackwedern. Ich denke an die Themenfülle es Amtes, durch die ich viel gelernt und meinen Horizont erweitert habe.“

Politische und ehrenamtliche Arbeit

Regina Kopp-Herr erinnerte in ihrer Neujahrsansprache vor allem an die politische und zugleich ehrenamtliche Arbeit der Bezirksvertretung Brackwede. Deren Mitglieder tagten 2019 acht Mal und trafen sich darüber hinaus mehrfach zur Klärung von Detailfragen in Arbeitsgruppen. „Die Kommunalpolitik ist ein wesentliches Standbein unserer Demokratie. Deshalb finde ich es unerträglich, welcher Druck von undemokratischer, meistens rechter Seite auf kommunalpolitisch engagierte Menschen ausgeübt wird“, sagte sie. Beispiele dafür habe es in jüngster Vergangenheit viel zu viele gegeben. „Das dürfen wir uns alle gemeinsam nicht gefallen lassen. Es gilt, unsere Demokratie wehrhaft zu machen und jeden Tag zu verteidigen. Dazu gibt es keine Alternative.“

Manche Themen konnte die Bezirksvertretung erfolgreich abschließen. Andere, wie der geplante Hauptstraßenausbau oder die Modernisierung von Treppenplatz und -straße, sind „Dauerbrennerthemen, die uns auch 2020 erhalten bleiben“, bekannte Kopp-Herr. Drei heimische Politiker, die sich um den Stadtbezirk in besonderem Maße verdient gemacht haben, können an dessen weiterer Ausgestaltung nicht mehr mitwirken: „2019 haben wir uns von Herbert Brass, Horst Schaede und Klaus Schwickert verabschieden müssen“, erinnerte die Bezirksbürgermeisterin. „Alle drei haben tiefe Spuren in der politischen Arbeit im Stadtbezirk hinterlassen, haben sich jahrzehntelang für das Gemeinwohl engagiert. Dafür bleiben wir ihnen in Dankbarkeit verbunden.“

Dank an Stadtteilkoordinatorin

Dankbar ist Regina Kopp-Herr auch für das Engagement der Stadtteilkoordinatorin Sonja Frisch, der es gelinge „mit Mut, Offenheit, Kreativität und positivem Denken die unterschiedlichsten Menschen im Stadtbezirk zusammen zubringen“. Wichtige Arbeit auf diesem Gebiet leisteten darüber hinaus die Stadtteilkonferenz und in seinem Bereich der Verein Culturkonsum.

Ein Extralob vom Stadtbezirk sollte Ballettlehrerin Felicitas Grell erhalten, die mit ihrer Ballettschule 25-jähriges Bestehen feiert: Für ihren Elan und die beispiellose Kreativität, mit dem ihre bunt kostümierten Tanzgruppen die Brackweder Feste bereichern, wollte Regina-Kopp-Herr ihr eine Leineweber-Figur aus Porzellan übergeben. Doch die Ballettmeisterin war nicht vor Ort und erhält die Auszeichnung deshalb bei nächster Gelegenheit.

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