Campus-Verbot für China-Reisende: Die Universitäten in Bielefeld und Paderborn wollen Ansteckungsgefahr minimieren
Unis in OWL reagieren auf Coronavirus

Bielefeld/Paderborn (WB). Studenten, Mitarbeiter und Gäste, die sich seit dem 1. Januar in China aufgehalten haben, dürfen den Campus der Universität Bielefeld in den zwei Wochen nach ihrer Rückkehr nicht betreten. Dies teilte Rektor Gerhard Sagerer in einer Rundmail mit. Auch die Universität Paderborn kündigt entsprechende Maßnahmen an.

Samstag, 01.02.2020, 10:48 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 15:59 Uhr
Die Universität Bielefeld verbannt China-Reisende vom Campus. Foto: Oliver Schwabe

 In Deutschland sind aktuell sieben Menschen mit dem Coronavirus infiziert - darunter erstmals auch ein Kind. Eine Luftwaffenmaschine holt währenddessen Deutsche aus dem schwer vom Coronavirus betroffenen Wuhan in China zurück. Die Studenten und Dozenten der Uni Bielefeld erreichte nun am Freitagnachmittag folgende Nachricht:

„Die Universitätsleitung reagiert auf die aktuelle Gesundheitslage zum Coronavirus (2019-nCoV) und auf den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30.01.2020 ausgerufenen internationalen Gesundheitsnotstand.

Alle Beschäftigten (Technik, Verwaltung und Wissenschaft), Studierenden, Dritte (bspw. Fremdfirmen) und Gäste der Universität Bielefeld, die sich nachweislich dienstlich, studienbezogen oder privat seit dem 1. Januar 2020 in China aufgehalten haben, werden aufgefordert, den Campus der Universität Bielefeld in den zwei Wochen nach Rückkehr nicht zu betreten. Dadurch soll eine Ansteckungsgefahr minimiert werden. Bei Symptomen muss dringend ein Arzt kontaktiert werden. Auch ohne Krankheitssymptome muss die Wartezeit von zwei Wochen eingehalten werden. Für Beschäftigte der Universität ist dies eine verbindliche Dienstanweisung in Form einer Freistellung mit vollen Bezügen für diese Zeit.

Lehrende werden gebeten, sich betroffenen Studierenden gegenüber kulant zu verhalten. Für Betroffene werden Lösungen gefunden, um Nachteile zu vermeiden (z.B. für zu absolvierende Prüfungen).

Beschäftigte der Universität Bielefeld, die dienstliche Chinaaufenthalte planen, werden aufgefordert, die Reisen bis auf Weiteres nicht anzutreten. Erteilte Dienstreisegenehmigungen für China werden hiermit aufgehoben. Nach Aufhebung dieser Maßnahmen, über die gesondert informiert wird, können Dienstreisegenehmigungen erneut beantragt werden.

Studierende der Universität Bielefeld, die studienbezogene Chinaaufenthalte planen, werden dringend gebeten, die Reisen bis auf Weiteres nicht anzutreten.

Diese Regelung betrifft alle Studierenden und Beschäftigten (Technik, Verwaltung und Wissenschaft) sowie Dritte (bspw. Fremdfirmen) und Gäste und gilt zunächst bis auf Weiteres. Die Regelung bezieht sich auf die ganze Volksrepublik China. Fakultäten und Einrichtungen werden gebeten, betroffene Personen, die sich noch nicht an der Universität Bielefeld befinden, über diese Maßnahmen zu informieren. Dies betrifft insbesondere Personen, die aus China für Tagungen, Veranstaltungen o.ä. anreisen.

Die Universität Bielefeld trifft diese Vorsorgemaßnahmen zum Schutz aller Personen an der Universität. Diese Maßnahmen werden regelmäßig ggf. an die aktuelle Lage angepasst, dies wird entsprechend kommuniziert.

Betroffene können sich unter coronavirus@uni-bielefeld.de melden.”

Kommentare

Tina Pause  wrote: 02.02.2020 22:53
Danke für dieses Signal.
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