Bielefelder Bauernhausmuseum zeigt Ausstellung mit Fotos von vier Kontinenten
Liebeserklärung an die Welt

Bielefeld (WB). Auf die „Suche nach dem Wunderbaren“ hat sich Dr. Rolf Botzet (65) seit 1972 immer wieder, oft verbunden mit monatelangen Aufenthalten, auf Reisen durch Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika begeben. Das Wunderbare habe sich dabei zufällig und oft auch wie nebenbei gezeigt, sagt Botzet: „Ich habe nicht krampfhaft danach gesucht.“

Sonntag, 02.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 14:12 Uhr
Dr. Rolf Botzet (links) zeigt Museumsleiter Dr. Lutz Volmer seine Fotos, entstanden auf vier Erdteilen. Foto: Bernhard Pierel

Aber er hat es fotografiert, das Wunderbare. 54 Aufnahmen, entstanden bis 2003, sind als Sonderausstellung im Bauernhausmuseum zu sehen. Eröffnung ist an diesem Sonntag um 11.30 Uhr.

Die Bilder, so Museumsleiter Dr. Lutz Volmer, gäben den Blick frei auf „das Andere“. Er sei überzeugt, das Eigene nicht beurteilen zu können, wenn man das Andere nicht kennt.

Ursprünglichkeit zeigen

Die Fotos sind alle unbearbeitet, Abzüge von Negativ- oder Diafilmen. Er habe authentisch bleiben wollen – besonders deshalb, weil er schließlich „Ursprünglichkeit“ habe zeigen wollen.

Das Kleine und Unscheinbare sei ihm dabei oft „wunderbarer“ vorgekommen als die (Welt-)Wunder der Natur. Als Beispiel zeigt er ein Foto des Grand Canyon. Wichtig darauf sei ihm aber die kleine, rosa blühende Pflanze im Vordergrund.

Zu reisen, das sei Teil seines Lebens, die Fotos, die dabei entstanden, seien für ihn nie die Hauptsache gewesen, so Botzet: „Ich wollte keine Reisedokumentationen erstellen.“ Natur, Menschen, Architektur seien seine Motive. Wobei die Menschen oft verschwindend klein irgendwo im Hintergrund oder am Rand auftauchen. Auch Lutz Volmer sagt: „Die Menschen tauchen auf, sind aber niemals dominant.“

Auf einem Fjord in Norwegen etwa verschmelzen Kanuten fast mit Himmel und Wasser.

„Ruhe, Stille und Langsamkeit“

Ein Anliegen sei ihm mit seinen Fotos ein Gefühl für „Ruhe, Stille und Langsamkeit“ zu vermitteln. Botzet: „Die Fotos sind meine Liebeserklärung an die Welt.“ Botzets Kontakt mit dem Bauernhaus währt schon lange: Als Historiker habe er Hausforschung zum Hof Möllering betrieben – heute Hauptgebäude des Museums, das 1999 nach einem Großbrand fünf Jahre zuvor wieder eröffnet wurde. Der Hof Möllering stand ursprünglich in Rödinghausen.

Rolf Botzet bietet am Sonntag, 1. März, 15.30 Uhr, eine Führung durch die Ausstellung an: „Die Geschichten hinter den Bildern.“

Die Sonderausstellung ist zwei Monate lang zu sehen.

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