Kesselbrink: Bielefelder Sozialdezernat liegen bereits 17 ernst zu nehmende Angebote vor
Reges Interesse an Nutzung des „Würfels“

Bielefeld (WB). Würden alle die berücksichtigt, die Interesse daran haben, den „Grünen Würfel“ auf dem Kesselbrink für ein Angebot zu nutzen – der „Würfel“ wäre bereits überbucht.

Donnerstag, 09.01.2020, 11:00 Uhr
Großes Interesse potenzieller Nutzer am „Grünen Würfel“: Sozialdezernent Ingo Nürnberger ist hochzufrieden. Foto: Starke

Sozialdezernent Ingo Nürnberger ist hocherfreut über die große Resonanz, die das sogenannte Interessenbekundungsverfahren ausgelöst hat. Bis zum vergangenen Montag konnten Vereine, Gruppen, freie Träger oder auch Anwohner Wünsche anmelden, wie sie den „Grünen Würfel“ künftig nutzen möchten. Solche potenziellen Nutzungen, so Nürnberger, reichten vom kulturellen Bereich über offene Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur Nutzung der Küche – zum Beispiel für die Verwertung von „geretteten Lebensmitteln“ (solchen, die vom Handel aussortiert wurden, aber gut genießbar seien). Insgesamt 17 ernst zu nehmende Angebote lägen vor und „es kommen täglich noch weitere dazu.“ Es habe Ortstermine für Interessenten gegeben; an den hausführungen hätten jeweils 35 bis 40 Menschen teilgenommen.

Um das Verfahren – die Entscheidung darüber, wer für welches Angebot den Zuschlag erhält – zu vereinheitlichen, erläutert der Sozialdezernent, habe man an alle potenziellen Interessenten einen Fragebogen geschickt.

Aus dem Provisorium soll eine Dauereinrichtung werden

Gearbeitet werde zur Zeit gemeinsam mit Stadtwache, Immobilienservicebetrieb, Polizei und Mädchenbeirat an einem erweiterten Licht- und Sicherheitskonzept. So solle die Fläche um den „Grünen Würfel“ als Spielfläche ausgewiesen werden, um auch dort das Hausrecht ausüben und Gruppen und Personen des Platzes verweisen zu können. Nürnberger sagt, dass die Mitarbeiter der Falken, die zur Zeit im Rahmen des „Sofortprogramms“ eineinhalb Stellen beisteuern, ein „Auge auf das Umfeld“ haben sollten. Nürnberger: „Gravierende Probleme sind mir bislang aber nicht bekannt.“

Der „Grüne Würfel“, der zwei Mal von Gastronomen gepachtet worden war, die aber schnell wieder aufgegeben haben, ist für eine Art Übergangszeit seit dem 3. Dezember unter Regie der Falken wieder geöffnet. Aus dem Provisorium soll eine Dauereinrichtung werden. Neben zum Beispiel Beratung, Theater, Performances, Musik, eventuell einem kleinen gastronomischen Bereich,, vor allem aber eine „konsumfreien Zone“ ist Nürnberger die Belebung des Ortes und die soziale Kontrolle wichtig. Dazu werde auch die neue Beleuchtung beitragen. Außerdem soll der Kesselbrink mit Hilfe des „Grünen Würfels“ auf Anlaufpunkt für Mädchen werden. Nürnberger: „Bislang ist er ja eher ein Jungensplatz.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7179327?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Corona-Beschränkungen in Cloppenburg - München reißt Grenze
Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International einen Coronavirus-Test in den Händen.
Nachrichten-Ticker