Präsentationen der Fachhochschule mit 43 Kollektionen
Mode als multimediales Spektakel

Bielefeld (WB). Sinnlich, tragbar, nachhaltig, ergonomisch, verspielt . . . – die Kollektionen der Modestudenten am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld sind so vielfältig wie ihre Schöpferinnen und Schöpfer. Auch in diesem Semester laden Absolventen und Studenten erneut zu einer öffentlichen Modenschau ein. Präsentiert werden 43 Kollektionen, die als Seminar- oder Abschlussarbeit entstanden.

Mittwoch, 08.01.2020, 10:00 Uhr
Maria-Helena Loheide interessiert sich für astrale Reisen und Meditation. Ihre Kollektion „Neo(n)schamanismus“ ist inspiriert von den Zeremonialgewändern der sibirischen Schamanen und der psychedelischen Kultur. Foto: Bernhard Pierel

Sie spiegeln auf kreative Weise gesellschaftliche Strömungen wider oder nehmen Bezug auf philosophische, spirituelle und persönliche Fragestellungen.

Maria-Helena Loheides Bachelor-Arbeit trägt den Namen „Neo(n)schamanismus“ und ist inspiriert sowohl von sibirischen Schamanenkostümen als auch von der psychedelischen Kultur. Natürliche Materialien wie Filz und Baumwolle werden mit synthetischem Spandex kombiniert. Die weiten Schnitte und die bunten, neonfarbigen Fransen erinnern an die Zeremonialgewänder der sibirischen Schamanen. Die Kollektion der 26-Jährigen entspricht ihren persönlichen Vorlieben. „Spirituelle Themen interessieren mich. Ich unternehme astrale Reisen und meditiere viel“, erzählt die FH-Absolventin.

Mode und Vitalität

Um Balance im Alltag geht es Roma Paplaka. Ihre Kollektion „balance“ unterstützt einen gesunden Lebensstil. „Ich habe den Körper genau studiert. Vor allem die Rückenhaltung hat mich interessiert. Wer sich gerade hält, hat auch eine gesunde Atmung. Die wiederum sorgt für Vitalität“, ist die 25-Jährige überzeugt. Sie hat versteckte Rückenhalterungen, bestehend aus Heilsteinen, in ihre Kleidungsstücke eingearbeitet. Schlitze sorgen für hohen Tragekomfort und maximale Beweglichkeit. Ein Mantel wurde mit Innentaschen ausgestattet, in denen Kärtchen mit Entspannungssprüchen stecken, die zwischendurch gelesen werden können.

Erato Fotopoulos setzt sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit ihren griechischen Wurzeln wie auch dem Menschen als wandelbarem Wesen auseinander. Ihre Kollektionen sind einerseits klar definiert, andererseits variabel. Innovative Materialien verändern je nach Wärmegehalt ihre Farbe.

Gefühl von Geborgenheit

Julia Henkel will den Trägerinnen ihrer Kollektion ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln. „Ich habe mich von dem Lied ‚Zuhause ist kein Ort, das bist Du‘ inspirieren lassen. Die 25-Jährige setzt auf weite Schnitte aus Naturmaterialien wie Seide oder Wolle. Gefärbt hat sie ihre Stoffe mit dem Saft von Blütenblättern, Rotkohl oder Zwiebelschalen.

Erstmalig kooperieren die Studierenden bei der Modenschau mit der neuen Studienrichtung „Digital Media and Experiment“. Entwickelt wurde eine interdisziplinäre Show, die analoge und digitale Präsentationsmöglichkeiten von Mode miteinander verbindet.

So werden jeweils rechts und links des Laufstegs Videoportale errichtet, mittels derer die Ideen und Konzepte der jeweiligen Kollektion vorgestellt werden. „Zudem gibt es eine interaktive Fotobox, mit der wir das Publikum mit einbeziehen“, erklärt Professor Claudia Rohrmoser, die seit dem Wintersemester die neue Studienrichtung Digital Media mit aufbaut.

Ausgeklügeltes Soundprogramm

Eine digitale Bühnenerweiterung findet zudem über Plakate statt. Wer den Code mit seinem Handy scannt, erhält Bewegtbilder zur Modenschau, die erstmals von dem ausgeklügelten Soundprogramm der Berliner DJ Gina Mönch begleitet wird. „Wir inszenieren Mode als multimediales Spektakel“, sagt Claudia Rohrmoser.

Die Modenschauen finden am 24. und 25. Januar jeweils von 18 bis 19 Uhr und von 21 bis 22 Uhr in der Wissenswerkstatt in der Wilhemstraße 3 statt. Im Anschluss an die zweite Schau am 25. Januar wird zudem der 11. Bielefelder Modepreis verliehen, der die besten Modekollektionen auszeichnet.

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