Täter richten Schäden an Schautafeln an – Mülleimer und Bänke umgeworfen Farbschmierer im Tierpark Olderdissen

Bielefeld WB). Im Tierpark Olderdissen reicht die Gefühlsskala bei Mitarbeitern und Besuchern seit einigen Tagen von Unverständnis bis hin zu Empörung. Bislang unbekannte Täter haben am vergangenen Wochenende zahlreiche Erklärtafeln, Schaukästen und Schilder mit Farbe beschmiert, Mülleimer umgeworfen und Sitzbänke beschädigt.

Von Hendrik Uffmann
Mehr als zehn Schaukästen wurden vor allem im obereren Bereich wie hier gegenüber der Hochlandrind-Weide beschmiert.
Mehr als zehn Schaukästen wurden vor allem im obereren Bereich wie hier gegenüber der Hochlandrind-Weide beschmiert. Foto: Uffmann

„Ich bin wütend angesichts der Dummheit der Leute, die so etwas tun“, sagt Tierparkleiter Herbert Linnenmann. Unterwegs gewesen sein müssen die Täter nach bisherigen Erkenntnissen in der Nacht von Freitag auf Samstag oder von Samstag auf Sonntag. Beschädigt haben sie vor allem Schilder und Kästen im oberen Bereich des Tierpark-Geländes in Richtung Bärengehege und der Weide der Hochlandrinder.

Betroffen sind mindestens zehn Schaukästen und mehrere Schilder

Dort sprühten sie vor allem in gelber und blauer Farbe Symbole und Schriftzüge auf die Scheiben der Schaukästen und Hinweisschilder, wobei die Rechtschreibung zu wünschen lässt. Eine Botschaft scheint sich hinter den krakeligen Buchstaben nicht zu verbergen. „Das werden wohl eher übermütige Halbstarke gewesen sein“, vermutet deshalb Herbert Linnemann.

Wie hoch der Schaden ist, den die Täter angerichtet haben, sei noch nicht absehbar, so der Tierpark-Chef. Dieser hänge auch davon ab, ob sich die Farbe wieder entfernen lasse. An Scheiben aus Glas ließen sich die Schmierereien vermutlich abwaschen. „Bei Scheiben aus Plexiglas wahrscheinlich nicht. Diese müssten dann ersetzt werden“, so Linnemann.

Betroffen sind mindestens zehn Schaukästen und mehrere Schilder. Darüber hinaus haben die Randalierer auch mehrere Mülltonnen umgeworfen und Schäden an Bänken angerichtet. Außerdem rissen die Täter die Absperrungen heraus, mit denen an manchen Stellen die Zugänge zu Holzpodesten vor den Gehegen abgeriegelt sind – eine Schutzmaßnahme für die Besucher, da die Planken bei Frost spiegelglatt werden können.

„Leider kein Einzelfall“

Bereits vor etwa vier Wochen habe es einen ähnlichen Vorfall im Tierpark gegeben, berichtet Herbert Linnemann. Dabei seien vor allem das Waschbärengehege betroffen gewesen. Da dabei dort auch auf Holz herumgeschmiert worden sei, konnte die Farbe bislang noch nicht komplett entfernt werden.

Auch die Farbschmierereien vom vergangenen Wochenende sind noch zu sehen. Denn während der Feiertage und des Jahreswechsels seien nicht so viele Mitarbeiter im Einsatz, um sich um die Beseitigung der Schäden kümmern zu können. Linnemann: „Zunächst müssen sie natürlich die Tiere versorgen.“ In der kommenden Woche soll dann versucht werden, die Farbe zu entfernen.

Die jüngsten Beschädigungen seien leider kein Einzelfall, sagt der Tierpark-Leiter. Immer wieder gebe es in Olderdissen Fälle von Vandalismus. Und dies werfe die Frage auf, ob der Tierpark wie bislang frei zugänglich und rund um die Uhr offen bleiben könne – eines der besonderen Merkmale des Tierparks und einer der Punkte, die die Anlage bundesweit hervorheben. „Es stellt sich aber angesichts solcher Fälle die Frage, ob wir dauerhaft ohne eine Außensicherung auskommen“, erklärt Linnemann und zieht Parallelen zu der Situation an Schulen.

Denn deren Gelände würden auch immer häufiger eingezäunt und außerhalb der Schulzeiten gesperrt, da es immer wieder zu Vandalismus kommt – zuletzt wurde diese Frage auch für die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule in Stieghorst diskutiert.

Kommentare

Unglaublich

Es ist doch unglaublich.

Warum kommt es immer wieder zu solchem unsäglichen Vandalismus.

Die Gesetze in diesem Land scheinen wohl keine angemessenen Strafen für diese Straftäter zu ermöglichen.

Da werden junge Erwachsene, mit 18 Jahren ist man Volljährig, noch mit 21 Jahren nach Jugendstrafrecht abgeurteilt.

Hallo? Wo leben wir denn hier?

Diese Personen wollen schon ab 16 Jahren z.B. an Wahlen teilnehmen, da Sie ja schon Erwachsen sein wollen, aber wenn man Straftaten begeht, dann bitte doch als Kleinkind behandelt werden.

Auch Richter am Gericht haben eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, welche sich an Recht und Gesetz hält.

Aus diesem Grund sind diese Straftäter, egal wie alt, mit voller Härte zu bestrafen, Jugendrecht, ein Witz.

Und wenn diese Flaschen Ihr ganzes Leben für Ihre Straftaten aufkommen müssen, habe ich keinerlei Mitleid mit diesen Versagern.

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