27 Zugausfälle allein am Donnerstag – vor allem OWL betroffen
Keine Annäherung im Streik bei Eurobahn in Sicht

Bielefeld (dpa). Im Streik bei der Eurobahn ist kein Ende in Sicht. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG wies am Donnerstag ein neues Tarifangebot der Eurobahn-Mutter Keolis entschieden zurück. Die neue Offerte sei „eine Mogelpackung“ und materiell sogar noch schlechter als das bisherige Angebot, kritisierte der EVG-Vorsitzende Torsten Westphal.

Donnerstag, 02.01.2020, 12:09 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 12:56 Uhr
Ein Triebwagen der Eurobahn. Foto: Friso Gentsch/dpa

Der Gewerkschafter warf der Geschäftsführung von Keolis vor, sie scheine an einer schnellen Lösung des Tarifkonflikts kein Interesse zu haben. Die Auswirkungen des Streiks würden jedoch umso drastischer, je länger er andauere.

Keolis selbst hatte von einem deutlich verbesserten Angebot gesprochen, das den EVG-Wünschen bei wichtigen Themen „sehr weit“ entgegenkomme. Die EVG fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge.

Streik dauert schon drei Wochen

Der seit gut drei Wochen andauernde Streik zeigt immer mehr Auswirkungen. Erste Bahnverbindungen wurden bereits eingestellt oder ausgedünnt. Darüber hinaus führten die anhaltenden Streiks nach Angaben einer Eurobahn-Sprecherin am Donnerstagmorgen zu weiteren 27 Zugausfällen auf den verbliebenen Linien. Vor allem Ostwestfalen sei von den Ausfällen betroffen gewesen, sagte sie. Teilweise wurde für die ausgefallenen Verbindungen ein Ersatzangebot mit Bussen eingerichtet.

Im Ostwestfalen-Lippe-Netz beteibt Keolis nach eigenen Angaben die Linien RB 71, RB 73 (seit 2000), RB 67, RE 82 (seit 2013, alle vier Linien bis 2025). Insgesamt kommen in dem OWL-Netz pro Jahr 2,2 Millionen Zugkilometer zusammen, heißt es auf der Homepage.

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