Frau (34) wurde später in Wohnung erwürgt – Bielefelder Kripo untersucht Müll des Mordverdächtigen - mit Video
Opfer meldete ersten Streit

Bielefeld (WB). Nur wenige Stunden, bevor eine 34-Jährige in ihrer Wohnung an der Bremer Straße erwürgt wurde, soll sie sich im Flur mit dem mutmaßlichen Täter gestritten haben. Anschließend soll sie nach WESTFALEN-BLATT-Informationen ihre Mutter und ihren Freund über die Auseinandersetzung benachrichtigt haben. Das geht aus dem Haftbefehl gegen den Nachbarn (59) hervor.

Dienstag, 31.12.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 31.12.2019, 10:48 Uhr
Nach dem Tod einer 34-jährigen Frau ermittelt die Mordkommission „Bremer“. Foto: Christian Müller

Nach dem ersten Disput um 21 Uhr soll es am Abend des 22. Dezember gegen 23.30 Uhr einen zweiten Streit gegeben haben, der mit einem dumpfen Knall geendet haben soll. Ein anderer Nachbar soll später den 59-Jährigen im Flur gesehen haben – in der Nähe der Wohnungstür der 34-Jährigen.

Der mutmaßliche Täter soll später aus seiner Wohnung viel Müll nach draußen gebracht haben. Die Mordkommission beschlagnahmte mittlerweile den Müll im Innenhof. „Wir suchen nach be -und entlastenden Beweisen. Die Untersuchung dauert noch an“, berichtet Polizeisprecherin Sonja Rehmert.

Das Opfer und der mutmaßliche Täter wohnten im Dachgeschoss des 52-Parteien-Mehrfamilienhauses Tür an Tür. Offenbar gab es schon seit Monaten Streit zwischen den Nachbarn. Die Auseinandersetzung soll bereits vor der Tat so heftig geführt worden sein, dass die Frau Anzeige gegen den Nachbarn erstattet haben soll. Polizeisprecherin Rehmert wollte dies nicht bestätigen. „Uns liegt keine Anzeige vor“, sagte sie.

Mutmaßlicher Täter sitzt in der JVA Brackwede

Sein Mandant sei nicht vorbestraft, betont Rechtsanwalt Torsten Giesecke. Der 59-Jährige habe ihm gegenüber gesagt, dass er „noch nie mit dem Gesetz im Konflikt gewesen“ sei. Zur Tat schweige sein Mandant weiterhin.

Der mutmaßliche Täter soll sich zunächst über das Bellen des Hundes der Frau und zu laute Musik aus der Nachbarwohnung aufgeregt haben. Als dann noch die Weihnachtsbeleuchtung durch seine Fenster blinkte, soll der Mann durchgedreht sein.

Eine halbe Stunde vor Mitternacht soll der 59-Jährige an der Tür der Nachbarin geklingelt und sie in ihre Wohnung gedrängt haben. Dann soll der Nachbar die 34-Jährige erwürgt haben. Die Leiche der Frau wurde am frühen Morgen des 23. Dezember entdeckt. Ein anderer Hausbewohner hatte die Polizei gerufen, weil der Hund seiner Nachbarin permanent bellte. Der mutmaßliche Täter wurde am 1. Weihnachtstag festgenommen – in der Wohnung seiner Mutter. Eine Ermittlungsrichterin erließ Untersuchungshaftbefehl wegen Mordes. Der 59-Jährige sitzt in der JVA Brackwede.

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