Jahnplatzumbau bringt bislang ungelöste Probleme – Verlängerung des Budenzaubers bis Januar?
Weihnachtsmarkt leidet unter der Witterung

Bielefeld (WB). „Zu nass, zu warm.“ So lautet das Urteil von Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing, die den alljährlichen Weihnachtsmarkt veranstaltet, über den diesjährigen Budenzauber.

Dienstag, 24.12.2019, 12:00 Uhr
Zu nass, zu warm: Passt das Wetter nicht, halbiert sich der Umsatz auf dem Weihnachtsmarkt. Der geht nach dem Fest in die Verlängerung. Foto: Thomas F. Starke

Was allerdings nichts über den Umsatz aussage. Knabenreich: „Wenn trockenes Wetter ist, ist es brechend voll – von einem Besucherrückgang kann dann keine Rede sein. Bei durchwachsenem Wetter gibt es aber, so die Rückmeldungen der Händler, ein Minus um bis zu 50 Prozent.“

Nach dem Fest geht der Weihnachtsmarkt in die Verlängerung. Alle Häuschen-Betreiber seien vertraglich verpflichtet, bis zum 30. Dezember geöffnet zu haben.

Probleme auch beim Leinewebermarkt

Ausnahme: Der Klosterplatz-Markt mit der Eisbahn hat sogar bis zum Ende der Schulferien (6. Januar) geöffnet. Die Eisbahn selbst ist mit Beginn der Schulferien täglich ab 11 Uhr in Betrieb. Martin Knabenreich sagt, ja, die Eisbahn werde angenommen, es habe allerdings „Startschwierigkeiten“ gegeben: „Das muss sich einspielen. Da ist noch Luft nach oben.“ Geplant sei eine Fortsetzung 2020 „mit diversen Verbesserungen“. Die Eisbahn samt Budenzauber drumherum sorge für eine Belebung des Klosterplatzes und für eine „Entzerrung“ des Weihnachtsmarkt-Geschehens, ist Knabenreich überzeugt. Er räumt ein: „Wir muten den Anwohnern einiges zu. So ist das Kühlaggregat zu laut, muss 2020 auf jeden Fall professionell schallisoliert werden.“

Die Bielefeld Marketing denke daran, in Zukunft nicht nur den Klosterplatz-Weihnachtsmarkt bis zum 6. Januar geöffnet zu lassen, sondern den gesamten Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. Während eine Eröffnung vor Totensonntag für ihn nicht (mehr) in Frage komme, ende Weihnachten schließlich erst mit dem Fest der Heiligen Drei Könige: „Und das ist am 6. Januar.“ Es gebe zu diesen „Expansionsplänen“ noch keine einhellige Meinung, sei aber eine Möglichkeit.

Dabei böten die Weihnachtsmärkte mindestens der kommenden zwei Jahre große Unsicherheiten, so Knabenreich. Was auch für die Ausrichtung des Leinewebermarktes gelte.

Das „rote Dorf“ kann nicht auf dem Jahnplatz bleiben

Nach dem Leinewebermarkt 2020 würden die Bauarbeiten auf dem Jahnplatz beginnen – mindestens 2021 und 2022 würden dann die Openair-Konzerte, die seit mehreren Jahren auf der Jahnplatz-Bühne stattfinden, ausfallen müssen. Auch Teile des Niederwalls ständen nicht als Veranstaltungsfläche zur Verfügung.

Für den Weihnachtsmarkt ab 2020 gilt dann auch: Das „rote Dorf“ kann nicht auf dem Jahnplatz bleiben. Martin Knabenreich weiß: „Die Hüttenbetreiber machen sich Sorgen wegen des mindestens zweijährigen Ausfalls.“ Gerade die, die auf dem Jahnplatz stehen, leben vom Lauf der Kundschaft.“ Bielefeld Marketing bemühe sich um einen Alternativ-Standort; bislang gebe es jedoch keine tragfähige Idee, zumal das „rote Dorf“ eigens für den Jahnplatz gebaut worden sei. Normalerweise sei die Vergabe für den Weihnachtsmarkt an die Betreiber Ende März abgeschlossen, für den Weihnachtsmarkt 2020 gebe es wegen des Jahnplatz-Umbaus aber „keine Planungssicherheit“.

Knabenreich wünscht sich im Weihnachtsmarkt-Endspurt „noch ein paar knackig kalte Tage“: „Die Rückmeldungen vor allem vom Glühwein-Verkauf waren bislang nicht optimal – da kann es nur aufwärts gehen.“

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