Wilsberg-Folge 66 erlebt am Drehort vor 1000 Zuschauern Premiere – mit Video
Großes Kino für Bielefeld

Bielefeld (WB). „Total nett!“ Das Urteil von Claudia Domrose und Karin Kilian über Leonard Lansink alias Georg Wilsberg kommt von Herzen. Der Schauspieler posiert mit den beiden Bielefelderinnen spontan und ohne Starallüren für ein Selfie. Domrose und Killian sind zwei von 1000 Fans, die am Montagabend im Cinemaxx die Premiere der 66. Wilsberg-Krimi-Folge erleben: „Bielefeld 23“.

Dienstag, 17.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 08:18 Uhr
Volles Haus: Der größte Saal im Cinemaxx ist ausgebucht, als die in Bielefeld gedrehte „Wilsberg“-Folge am Montagabend ihre Premiere erlebt. Foto: Thomas F. Starke

»Wilsberg« Premiere im Cinemaxx

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Foto: Thomas F. Starke
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Mit Leonard Lansink nach Bielefeld gekommen sind Janina Fautz, die Kommissarin Springers Nichte Merle spielt, Mai Duong Kieu und Stefan Haschke als Kommissare aus Bielefeld. Janina Fautz (24) und Mai Duong Kieu (32) sind selbst gespannt auf die neue Wilsberg-Folge: „Wir haben noch fast nichts gesehen.“ Kommissarin „Thuong Nhi“ sagt, sie erinnere sich besonders gern an die Kampfszenen: „Da konnte ich ausleben, was ich auf dem Gebiet kann.“

Janina Fautz, die als Merle im Rollstuhl sitzt, freut sich, weiter für Wilsberg-Folgen engagiert zu werden: „Eigentlich sollte meine Rolle nicht länger als eine Episode vorkommen.“ Wie man mit dem Rollstuhl umgeht und welche Probleme Rolli-Fahrer im Alltag hätten, das habe sie für ihre Rolle ebenfalls gelernt: „Ich will ja glaubwürdig ‘rüberkommen.“

Lansink: „Folge 70 ist gerade abgedreht, 30 schaffe ich noch locker.“

Stefan Haschke (37), der den Bielefelder Kommissar Drechshage gibt, lebt in Osnabrück und gesteht, Bielefeld nicht besonders gut zu kennen. Allerdings verbinde er eine besondere Kindheitserinnerung mit der Stadt: „Hier habe ich als kleiner Knirps mein allererstes Überraschungs-Ei bekommen.“ Münster kenne er besser: „Allein schon wegen der besonderen Fußballfeindschaft zwischen Osnabrück und Münster.“

Für Leonard Lansink (63), der den kauzigen Ermittler mit Antiquariat seit 1997 spielt, ist Serienfolge 66 am Montagabend bereits seine vierte Wilsberg-Premiere in Bielefeld. Er tröstet dennoch alle Münsteraner: „Heimatbasis von Wilsberg ist und bleibt Münster.“

Inzwischen habe er sich zum Ziel gesetzt, in 100 Wilsberg-Folgen vor der ZDF-Kamera zu stehen. Lansink: „Folge 70 ist gerade abgedreht, 30 schaffe ich noch locker. Erik Ode als ‘Der Kommissar’ hat 98 Folgen geschafft. Diesen Rekord gilt es zu brechen.“

Was er an Bielefeld mag? Lansink: „Das besondere Nachtleben rings um die Sparrenburg. Da kann man erleben, dass die Bielefelder die Italiener Westfalens sind.“ Außerdem mag er das Bier aus dem Brauhaus: „Lecker.“

„Ekki“ und Overbeck werden vermisst

Als Regine Plodek und Michael Dröge („Wir haben alle Folgen gesehen“) ihn um Autogramme bitten, ziert sich der Schauspieler nicht lange. Die Fans freuen sich, dass vier Wilsberg-Stars nach Bielefeld gekommen sind, der ein oder andere hätte sich aber am liebsten gleich das komplette Ensemble gewünscht. „Den Overbeck, den hätte ich gern mal gesehen“ ist zu hören oder „den Ekki“. Oberbürgermeister Pit Clausen ist mit seinem Mann Tom Sopp und seinen engsten Mitarbeitern zur Premiere gekommen.

Er begrüßt die Darsteller, aber auch etwa Produzent Anton Moho, Regisseur Dominic Müller oder Redakteur Martin R. Neumann. und freut sich einfach grundsätzlich, das Bielefeld „Premieren-Stadt“ ist. Clausen: „Das ist großes Kino für Bielefeld.“ Einen kleinen Seitenhieb gegen die Wilsberg-Stadt Münster kann er sich dennoch nicht verkneifen: „Die Münsteraner können jetzt zu uns rüberschauen und sehen, dass es uns gibt.“

50 Wilsberg-Wiederholungen pro Jahr

Schauspieler und Drehteam wirken wie eine „Familie“. Stefan Haschke bestätigt: „Ja, alles läuft total kollegial und positiv.“ In inzwischen drei Wilsberg-Folgen habe er vor der Kamera gestanden. Warum man die Folge „Bielefeld 23“ keinesfalls verpassen dürfe, so Haschke: „Bielefeld gibt es doch, anders als die Verschwörungstheoretiker behaupten. Es werden neue Figuren eingeführt, es gibt allerlei Frotzeleien und die Geschichte bietet Zündstoff.“

Während sich die letzten Zuschauer mit Getränken und XXL-Popcorn-Portionen durch die Reihen schieben, begrüßt Thomas Kramer (ZDF) das Publikum. Er berichtet von den Einschaltquoten der Wilsberg-Krimis („Doppelt so viele Zuschauer wie der Spielfilm ‚Das perfekte Geheimnis’, das mit drei Millionen auf Platz 1 der deutschen Kino-Bestenliste steht’.) Und selbst eingefleischte Fans hätten nie vermutet, wie viele Wilsberg-Wiederholungen es pro Jahr gibt.  Ihre Schätzung: 40. Kramer: „Nee, es sind 50.“

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