Zufallsfund bei Kontrolle eines Großhandelslagers – 74.000 Euro Steuerschaden
Zoll beschlagnahmt 500.000 Zigaretten

Bielefeld (WB/dpa). Zollfahnder haben hinter einer verschlossenen Lagertür in Bielefeld rund eine halbe Million wahrscheinlich geschmuggelte Zigaretten entdeckt. Die Zigaretten seien sichergestellt worden, teilte das Hauptzollamt Bielefeld am Montag mit.

Montag, 09.12.2019, 11:49 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 11:52 Uhr
Symbolbild Foto: Christian Charisius/dpa

Wie Zollsprecherin Kirsten Schüler berichtete, seien die Zigaretten bei der Kontrolle des Lagers eines Bielefelder Großhandels gefunden worden. Der Routineeinsatz – die Zöllner wollten eigentlich prüfen, ob sich verbrauchsteuerpflichtige Waren im Lager befinden und ob diese ordnungsgemäß versteuert sind – nahm dann plötzlich einen unerwarteten Verlauf.

Bei den Waren im Lager habe es zunächst keine Beanstandungen gegeben, sagte die Zollsprecherin. Dann seien die Zöllner plötzlich auf eine verschlossene Tür gestoßen. Der Lagerhalter habe zunächst erklärt, der Raum hinter der verschlossenen Tür sei untervermietet und er hätte keinen Schlüssel. An seinem Schlüsselbund entdeckte der Mann dann doch noch einen Schlüssel, der eigentlich zu seiner Gartenhaustür gehören sollte, aber dennoch passte, so dass die Tür erfolgreich geöffnet werden konnte.

Zollsprecherin Schüler: „Nun wurden die Zöllner doch noch fündig. Rund eine halbe Million Zigaretten, teilweise mit weißrussischen Steuerzeichen versehen und teilweise ohne Steuerzeichen, waren hier eingelagert. Die Zigaretten wurden sichergestellt, da der dringende Verdacht besteht, dass es sich bei den Zigaretten um Schmuggelware handelt.“

Der Steuerschaden allein an der deutschen Tabaksteuer beträgt um die 74.000 Euro, heißt es vom Zoll Bielefeld. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover.

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