Das Netzwerk Radentscheid demonstriert für bessere Infrastruktur Nikolausfahrt durch die Stadt

Bielefeld (WB/mp). Eskortiert von der Polizei, sind am Samstag 80 Radfahrer, zum Teil in weihnachtlichen Kostümen, durch die Bielefelder Innenstadt gerollt. Die Initiative Radentscheid Bielefeld demonstrierte mit dieser Aktion für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur.

80 Männer, Frauen und Kinder machten sich am Samstag mit dem Fahrrad auf den Weg zu einem kurzen Ausflug vom Kesselbrink zum Rathaus am Niederwall, um friedlich für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur in Bielefeld zu demonstrieren.
80 Männer, Frauen und Kinder machten sich am Samstag mit dem Fahrrad auf den Weg zu einem kurzen Ausflug vom Kesselbrink zum Rathaus am Niederwall, um friedlich für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur in Bielefeld zu demonstrieren. Foto: Markus Poch

Unter dem Motto „Wir warten nicht auf den Weihnachtsmann – wir wollen jetzt sichere Radfahrbedingungen für unsere Kinder“ hatte die Initiative in der Bevölkerung zum Mitmachen aufgerufen. Etliche Teilnehmer kamen vermummt mit weißen Rauschebärten und in Weihnachtsmannmänteln, manche mit Engelsflügeln, manche hatten ein Lastenfahrrad oder einen Anhänger samt Weihnachtsdekoration dabei.

Die Route führte sie vom Kesselbrink aus über Willy-Brand- und Jahnplatz und dann weiter über den Niederwall bis zum Rathaus, wo sich die Initiative mit einer kleine Kundgebung Gehör verschaffen wollte. Nach Angaben der Polizei, die 15 Einsatzkräfte zur Sicherung der als „Nikolausfahrt“ angemeldeten Demonstration abstellte, gab es keine nennenswerten Zwischenfälle.

Der Radentscheid Bielefeld, ein Netzwerk aus Bielefelder Bürgern und Vereinen, wünscht sich vor allem besser geschützte Radfahrstreifen und eine generell fahrradfreundlichere Straßenaufteilung, so dass letztlich „Menschen jeden Alters auf dem Rad sicher und komfortable ans Ziel kommen“. Deshalb sammeln die Initiative Unterschriften für ein Bürgerbegehren über ein Elf-Punkte-Programm. Darin geht es auch um Umwelt- und Klimaschutz sowie um ein entspannteres Verhältnis zwischen Verkehrsteilnehmern.

Daniel Mörchen, Lehrer am Hans-Ehrenberg-Gymnasium in Sennestadt, und sein Mitstreiter Alexander Matthias führten die Nikolausradler an. Sie sagen: „Auf manchen Straßenabschnitten müssen sich unsere Politiker selbst eine Frage stellen: ‚Würde ich mein zehnjähriges Kind an dieser Stelle alleine mit dem Rad zur Schule fahren lassen?‘‘

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