Der Abschluss verzögert sich um einen Monat – Schüler und Lehrer ziehen erst im Januar ein Musikschule: Die Sanierung dauert länger

Bielefeld (WB/uj). Der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Hauptgebäudes der Musik- und Kunstschule (Muku) verzögert sich um einen Monat. Ursprünglich sollten die Schülerinnen und Schüler, die aktuell ein Ausweichquartier im ehemaligen HBZ in Stieghorst nutzen, bereits Anfang Dezember zurückkehren. Nun beginnt der Unterrichtsbetrieb an der Burgwiese erst wieder im Januar 2020.

Lehrkräfte und Schüler können im Januar das kernsanierte Hauptgebäude der Muku übernehmen.
Lehrkräfte und Schüler können im Januar das kernsanierte Hauptgebäude der Muku übernehmen. Foto: Thomas F. Starke

Dafür, sagt Sabine Doser, gibt es mehrere Gründe: „Einige Ausschreibungen haben sich verzögert, weil wir keine tauglichen Angebote erhielten. Auch sind viele Gewerke einfach überlastet“, erklärt Sabine Doser, die beim Immobilien-Service-Betrieb (ISB) die Projektleitung für die Musik- und Kunstschule übernommen hat.

„Schwierigkeiten traten auch bei der Dachsanierung auf“, sagt Reinhold Peter, Technischer Betriebsleiter beim ISB. In dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 2013 hätten sich nicht vorhersehbare Problemfelder ergeben. So habe zum Beispiel das konisch geformte Dach die Dachdecker vor große Herausforderungen beim Dachdecken und bei der Wärmedämmung gestellt.

Baukosten bleiben unverändert

Die veranschlagten Baukosten von 1,8 Millionen Euro konnten indes gehalten werden. Lehrer und Schüler dürfen im Januar ein kernsaniertes Gebäude beziehen, bei dem die Atelierfenster im Obergeschoss originalgetreu rekonstruiert wurden, bei dem Decken, Fußböden und Wände sowie die gesamte Elektrik neu gemacht wurden. „Ferner wurde das Dach gedämmt und Risse in der Außenfassade ausgebessert“, erläutert Sabine Doser.

Bereits Mitte Februar beginnt dann die Planungs- und Ausschreibungsphase für das in den 1950er Jahren errichtete Nebengebäude. Während der Sanierungsarbeiten findet der Unterricht in den Räumen des Theaterhauses Tor 6 statt. Auch dieser Bauabschnitt soll nach Aussage von Sabine Doser bis zum Herbst des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Ermöglicht wird die Maßnahme durch das Abrufen von Geldbeträgen aus dem Kommunalinvestitionsgesetz I, das energetische Sanierungen mit bis zu 90 Prozent der Kostenübernahme unterstützt.

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