Bielefelder Integrationspreis 2019 geht an vier Organisationen
Für ein offenes Miteinander

Bielefeld (WB). Zum insgesamt zehnten Mal ist am Donnerstag der mit 10.000 Euro dotierte Bielefelder Integrationspreis verliehen worden. Die Jury zeichnete vier Organisationen aus, die sich für ein offenes Miteinander einsetzen.

Freitag, 29.11.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 08:18 Uhr
Jury und Preisträger des Bielefelder Integrationspreises 2019 (von links): Nilgün Isfendiyar, Oberbürgermeister Pit Clausen, Murisa Adilovic, Norbert Müller, Leonie Braun (Jubico), Frank Riedel (SCB 04/26), Silke Kipp (Kipp Umwelttechnik), Ingo Nürnberger, Viola Obasohan, Claudia Körner (Frauenkulturzentrum), Mehmet Ali Ölmez und Franz Schaible. Foto: Bernhard Pierel

Der Preis – ausgelobt von der Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut, dem Bielefelder Integrationsrat sowie der Stadt Bielefeld – stand in diesem Jahr unter dem Motto »Integration braucht Haltung – von uns allen«. Oberbürgermeister Pit Clausen als Schirmherr des Integrationspreises stellte in seiner Begrüßungsrede im Saal des Neuen Rathauses die Wichtigkeit des Themas heraus: »Integrationsarbeit ist sehr vielfältig und kann überall stattfinden. Integration ist ein Dauerthema, um das wir uns immer wieder bemühen müssen.« Die Laudatio für die Preisträger hielt Michael Heicks, Intendant am Theater Bielefeld. Er betonte, dass Internationalität eine Selbstverständlichkeit sein sollte. »Und es gibt viele Möglichkeiten, mit und füreinander einzustehen.«

Preisträger erhalten jeweils 2500 Euro

Ausgezeichnet und mit einem Preisgeld von jeweils 2500 Euro bedacht wurden das Unternehmen Kipp Umwelttechnik, das Frauenkulturzentrum Bielefeld, der Sportclub Bielefeld 04/26 sowie Leonie Braun mit dem Team Jubico (Junge Bielefelder couragieren). Die Firma Kipp erhält den Preis für vorbildlichen Einsatz in Sachen Integration, da sie vielen jungen Geflüchteten einen Arbeitsplatz oder einen Ausbildungsplatz ermöglicht habe und alles unternehme, um diese jungen Menschen im Arbeitsalltag und in der Gesellschaft durch Wertschätzung erfolgreich zu integrieren. Die Mitarbeiter des Unternehmens stammen aus 16 verschiedenen Ländern.

Das Frauenkulturzentrum Bielefeld habe es mit großer Offenheit und Engagement geschafft, neu zugewanderten Frauen mit unterschiedlichen Biografien und Hintergründen Begegnungsräume auf Augenhöhe anzubieten.

»Eine Wertschätzung für unsere Arbeit«

Der SC Bielefeld 04/26 stelle in seiner Mitglieder- und Angebotsstruktur die Diversität der Stadt dar, indem er niederschwellige, offene Bewegungsangebote anbiete und den integrativen Charakter des Sports dadurch unterstreiche. Von den 1100 SCB-Mitgliedern haben etwa 40 Prozent einen Migrationshintergrund.

Das Team Jubico besteht aus 20 Schülern verschiedener Bielefelder (Hoch-)Schulen im Alter von 14 bis 22 Jahren, die es sich zum Ziel gemacht haben, neben dem Sport mehr Zivilcourage in den Alltag der Bielefelder Menschen zu bringen. Ihre Aktionen und ihre Haltung hätten nicht nur für junge Bielefelder einen Vorbildcharakter.

»All diese Organisationen stehen für gelebte Integration, stellvertretend für eine gute Haltung in unserer Stadt«, betonte Franz Schaible, Vorsitzender der Stiftung Solidarität. Die Geehrten waren sich einig: »Dieser Preis ist eine große Ehre und eine Wertschätzung für unsere Arbeit.«

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