Kommentar zur Verwirrung um das Tempolimit auf dem OWD »Das ist ein Schildbürgerstreich«

Bielefeld (WB). Um das Tempolimit auf dem OWD gibt es Verwirrung – und ein Gerangel zwischen der Stadt Bielefeld und dem Landesbetrieb Straßen NRW. WESTFALEN-BLATT-Redakteur Jens Heinze spricht sich in seinem Kommentar für durchgängig Tempo 80 auf dem OWD aus – auch im Sinne des Lärmschutzes.

Der Ostwestfalendamm.
Der Ostwestfalendamm. Foto: Thomas F. Starke

Es ist ein Schildbürgerstreich. Auf dem OWD gibt es jetzt verschiedene Tempolimits: auf dem einen Abschnitt 80, auf dem anderen 100 tagsüber und 80 nachts. Und dieser Kuddelmuddel herrscht nur, weil zwei Behörden – das Amt für Verkehr der Stadt Bielefeld und der Landesbetrieb Straßen NRW – nicht miteinander klar kommen. Die Fahrer der 78.000 Autos, Lkw und motorisierten Zweiräder, die täglich über den OWD rollen, sehen nur eins: durch Bielefeld führt eine Stadtautobahn.

Dass diese eine Schnellstraße von zwei offenbar gegenein­ander arbeitenden Behörden verwaltet wird, kann den 78.000 Fahrern völlig egal sein. Im Sinne des Lärmschutzes, den die OWD-Anwohner seit Jahren fordern, und im Sinne der Verkehrssicherheit auf Bielefelds wichtigster Straße darf nur eins gelten: durchgängig Tempo 80 auf dem OWD.

Kommentare

Danke für den klugen Kommentar

Vielen Dank für den klugen und klaren Kommentar. Verkehrslärm 24/7 ist heute innerstädtisch ein ernst zu nehmendes Problem, die Verkehrssicherheit bei immer dichterem Verkehr ein weiteres. Insofern war die Reduzierung der max. zulässigen Geschwindigkeit auf 80km/h überfällig und der Clinch zwischen Stadt und Landesbetrieb erscheint kindisch. Die Zunahme der Fahrtzeit durch die Maßnahme liegt im Minutenbereich und damit unterhalb der täglichen Schwankung durch rote Ampeln, Rückstaus etc. Es kann von jedem Nutzer der Straße erwartet werden ein, zwei Minuten früher loszufahren.
Werner

Na klar...

Passt doch in das Bild...verteilt doch grüne einmal Akkus und sperrt diese vermeintliche Stadtachterbahn,verbarrikadiert den Jahnplatz mit Hochbeeten und nagelt die Einfallstraßen einfach zu...dann ist endlich Ruhe und die Abgaswerte passen auch wieder... einfach traurig,was hier passiert.Behörden schieben sich den schwarzen Kater gegenseitig zu und die Steuerzahler zahlen die Zeche.Hurra,wir verblöden.

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