Neue Studie umfasst aber auch Tagesbesucher – Gäste geben pro Tag 12,10 Euro aus »20,2 Millionen Touristen in Bielefeld«

Bielefeld (WB). Im vergangenen Jahr hatte Bielefeld einer neuen Studie zufolge Besuch von »20,2 Millionen Touristen«. 770.000 Übernachtungen kommen dazu. 20,2 Millionen Tagestouristen – das sind zum Beispiel Menschen, die aus Werther kommen, um ins Kino oder Theater zu gehen oder Menschen aus Schloß Holte, die Einkäufe erledigen.

Von Burgit Hörttrich
770.000 Übernachtungen verzeichnet Bielefeld rein statistisch in Hotels und Pensionen. Rund 10.000 Menschen leben direkt vom Tourismus im Übernachtungsgewerbe und in der Gastronomie. Das zeigt die neue Studie auch.
770.000 Übernachtungen verzeichnet Bielefeld rein statistisch in Hotels und Pensionen. Rund 10.000 Menschen leben direkt vom Tourismus im Übernachtungsgewerbe und in der Gastronomie. Das zeigt die neue Studie auch. Foto: Bernhard Pierel

Das erklären Martin Knabenreich, Geschäftsführer Bielefeld Marketing, und Moritz Sporer (dwif-Consulting GmbH). Das Münchener Unternehmen Dwif-Consulting wurde von Bielefeld Marketing und vom Verkehrsverein beauftragt, die touristischen Umsätze zu ermitteln. Zu den Erkenntnissen der Studie gehört etwa, dass 26-mal so viele Aufenthaltstage von Tagestouristen ausgelöst würden. wie vom Übernachtungstourismus.

12,10 Euro im Schnitt

Tagestouristen würden durchschnittlich 12,10 Euro in Bielefeld ausgeben. Insgesamt generieren Touristen in Bielefeld einen Umsatz von 652,7 Millionen Euro.

In Bielefeld bestreiten 10.790 Menschen ihr Einkommen durch den Tourismus. Deren durchschnittliches Einkommen liegt bei 26.578 Euro pro Jahr.

Sporer weist darauf hin, dass aus den Berechnungen die Job-Pendler heraus gerechnet worden seien. Allerdings: 2018 sei die Touristen-Zahl in Bielefeld leicht gesunken. Sporer führt das zum einen auf den Online-Handel zurück, zum anderen auf den heißen Sommer.

Aber es sei »noch Luft nach oben«. Sporer: »Bielefeld sollte die Hände nicht in den Schoß legen, für mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sorgen. Er betont, dass 90.000 Übernachtungen in Bielefeld gar nicht erfasst werden: »Weil die Menschen bei Verwandten und Bekannten schlafen.« Statistisch erfasst würden Hotels, Jugendherbergen, Gasthöfe und Pensionen, Ferienwohnungen, Campingmobilisten und Vorsorge-Kliniken.

Alles »was gut ist für den Gast, ist auch gut für die Bielefelder selbst«, sagt Cornelia Delius, Vorsitzende des Verkehrsvereins. 53 Prozent der Tagesgäste würden Geld im Einzelhandel ausgeben.

Lob für die Stadt

Regine Tönsing, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes, wollte von Moritz Sporer wissen, wie die Tagestouristen in die Innenstadt kommen würden. Das allerdings sei in der Tourismusstudie nicht erfasst worden, so Sporer: »Weil das Geld etwa für die Bahnfahrkarte nicht nach Bielefeld fließt.«

Ein Lob für die Stadt Bielefeld hat er auch noch: »Bielefeld beweise im Tourismus-Sektor ein dynamischeres Wachstum als die Region Teutoburger Wald, Nordrhein-Westfalen und Deutschland.

Alle Informationen zur Tourismus-Studie gibt es hier.

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Von den 12,10 € fallen sicherlich 5 € auf die Parkgebühren.

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