Das Ziel: Spenden sammeln für Ranger-Projekt – Suche nach Kompromiss im Mufflon-Streit Neuer Verein »Bielewald« gegründet

Bielefeld (WB/hu). »Wir wollen alles tun, was für den gesamten Bielefelder Wald und die darin leben Tiere gut ist.« So positioniert sich der neue Verein »Bielewald«, der sich am Mittwoch vergangener Woche gegründet hat (wir berichteten).

Mufflons
Mufflons Foto: dpa

Und ganz konkrete Ziele hat der Verein auch schon. So soll das Ranger-Projekt in Bielefeld unterstützt werden, »vielleicht sogar bis hin zur vollständigen Finanzierung eines zweiten Rangers oder einer Rangerin«, erklärt Vorstandsmitglied Yorck Streitbörger.

Wie berichtet, hatte Aaron Gellern im März seine Arbeit als Ranger für den Bielefelder Wald aufgenommen, um Botschafter und Netzwerker zu sein und Verständnis für die Natur entwickeln. Auch die Stadt Bielefeld habe schon zu Spenden für den Wald aufgerufen. Dieses Geld fließen jedoch allein in den Stadtwald, während mehr als die Hälfte des Waldes in privater Hand sei, so Streitbörger.

»Auch wir wünschen uns, dass die Tiere bleiben können.«

Damit der Wald in seiner Schönheit und Vielfalt erhalten bleibe, müsse aufgeforstet werden, so Streitbörger weiter. Schäden im Wald entstünden aber nicht nur durch das Klima, sondern auch durch Menschen. »Bielefeld liegt mitten im Wald. Anders als in abgelegenen Waldgebieten sind also viele Menschen in ihrer Freizeit im Wald unterwegs – Spaziergänger mit ihren Hunden, Jogger, Mountainbiker, Wandergruppen, Familien, Schulklassen usw. Das ist gut für uns Bielefelder, bedeutet aber Stress für Pflanzen und Tiere«, erklärt Yorck Streitbörger.

Diese sei nun in die Phase um die Diskussion über die Mufflon-Herde im Teutoburger Wald gefallen. Streitbörger: »Es ist erfreulich, dass sich so viele Menschen durch das Muffelthema mit der Natur beschäftigen. Auch wir wünschen uns, dass die Tiere bleiben können. Wir wünschen uns aber außerdem, dass der Bielefelder Wald in seiner biologischen Vielfalt erhalten bleibt.«

Deshalb wolle der Verein helfen, einen Kompromiss zu finden. Vielleicht sei es möglich, die durch das Muffelwild verursachten Schäden zu verhindern oder zu kompensieren. Der Verein hoffe – neben dem wichtigen Projekt Ranger – auch dies durch Spendengelder zu ermöglichen.

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