Tausende Traktoren zu Staffelfahrt durch NRW am Montag erwartet Trecker-Konvoi führt durch OWL

Bonn/Bielefeld/Gütersloh/Detmold (dpa/WB). Mit einer Staffelfahrt Tausender Traktoren wollen Landwirte aus NRW am Montag erneut gegen die Agrarpläne der Bundesregierung demonstrieren. Die Fahrt beginnt morgens um 7 Uhr in Bonn und führt laut den Organisatoren über Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Hamm bis Bielefeld. Die Polizei rechnet mit »erheblichen Verkehrsstörungen« bis in den Abend hinein.

Bonn: Traktoren fahren im Rahmen einer Demonstration gegen Agrarpläne der Bundesregierung durch die Bonner Innenstadt. Mit einer Staffelfahrt Tausender Traktoren wollen Landwirte aus NRW am Montag erneut gegen die Agrarpläne der Bundesregierung demonstrieren.
Bonn: Traktoren fahren im Rahmen einer Demonstration gegen Agrarpläne der Bundesregierung durch die Bonner Innenstadt. Mit einer Staffelfahrt Tausender Traktoren wollen Landwirte aus NRW am Montag erneut gegen die Agrarpläne der Bundesregierung demonstrieren. Foto: dpa

Wie Ansgar Tubes, NRW-Sprecher des Netzwerks »Land schafft Verbindung – Deutschland«, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, rechnet er mit »einigen Tausend« Teilnehmern, die am Montag mit ihren Traktoren bei je einer der Etappen dabei sein werden.

»Wir werden an jedem Ort etwa eine Stunde Pause machen, um mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen«, so Agrar-Unternehmer Tubes. Er hat vor wenigen Wochen einen NRW-Ableger des Netzwerks gegründet, das für den kommenden Dienstag zu einer Sternfahrt zum Brandenburger Tor in Berlin aufgerufen hat.

Dort wird laut den Organisatoren auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erwartet. »Unsere Aktion in NRW ist für alle Betroffenen, die es nicht nach Berlin schaffen – und soll unsere Anliegen ins Land tragen«, sagte Tubes.

Das sagt die Bielefelder Polizei

Die Polizei Bielefeld hat die NRW-weite Koordination für den Demo-Tag übernommen. Laut der Behörde ist den Traktorkonvois verboten, Autobahnen zu benutzen. Die Polizei rechnet landesweit damit, dass sie teilweise Straßen sperren muss, um die Konvois passieren zu lassen.

Die Bielefelder Polizei geht davon aus, dass es in der Innenstadt zwischen 16 Uhr und 20 Uhr zu verheblichen Verkehrsbehinderungen komme.

In Bielefeld fahren die Traktoren über die Gütersloher Straße und weiter über den Südring und den OWD, die Abfahrt Johnnistal, den Adenauerplatz, die Kreuzstraße bis auf den Niederwall. Der Traktorkonvoi wird polizeilich begleitet. Die Kundgebung der Landwirte mit ihren Traktoren findet auf dem Niederwall in Fahrtrichtung Jahnplatz, zwischen der Nikolaus-Dürrkopp-Straße und dem Jahnplatz, und in Fahrtrichtung Detmolder Straße, zwischen Jahnplatz und Hermannstraße, statt. Dabei werden die geparkten Traktoren den Niederwall blockieren.

»Ein Befahren durch andere Verkehrsteilnehmer wird in diesem Bereich nicht möglich sein.« Die Polizei rechnet nach derzeitigen Erkenntnissen mit circa 150 teilnehmenden Traktoren. Der Stadtbahnverkehr werde nicht beeinträchtigt sein.

Bürger können sich am Montag, ab 8 Uhr, an das Bürgertelefon der Polizei Bielefeld unter 0521/5452222 wenden. Auch via Twitter will die Polizei informieren.

Das erwartet den Kreis Gütersloh

Die Staffelfahrten führen auch durch den Kreis Gütersloh und werden voraussichtlich am Montagmorgen und am Montagnachmittag zu erheblichen Verkehrsstörungen führen, so die Polizei. Kundgebungen selbst sind für den Kreis Gütersloh aber nicht angemeldet.

»Derzeitigen Informationen wird ein Konvoi in den frühen Morgenstunden aus dem Bereich Stromberg über die Batenhorster Straße in den Kreis Gütersloh durch den Ortsteil Batenhorst führen«, teilte die Gütersloher Polizei am Freitag mit. Von dort führt die Route demnach weiter durch die Ortschaften Bokel, Rietberg, Neuenkirchen, Kaunitz, Schloß Holte, Stukenbrock in den Kreis Lippe. Am Montagnachmittag wird ein weiterer Konvoi aus Richtung Oelde über die Möhlerstraße in den Kreis Gütersloh einfahren.

Durch Pixel wird die Fahrt weiter über die Herzebrocker Straße auf die B61 in Richtung Bielefeld weiterführen. Zu den genauen Ankunftszeiten im Kreis Gütersloh können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

Am Montag wird die Polizei Gütersloh zwischen 8 und 20 Uhr an einem Bürgertelefon unter der Telefonnummer 05241/8691000 für Fragen zur Verfügung stehen und auch via Twitter informieren

Diese Straßen sind im Kreis Lippe betroffen

Auch der Kreis Lippe rechnet mit Beeinträchtigungen. Einer der Konvois plant seine Fahrt durch das Kreisgebiet. Die Traktoren fahren demnach über die Augustdorfer Straße nach Detmold-Pivitsheide. Von dort geht es weiter über die Lagesche Straße und den Nordring (B 239) auf die Barntruper Straße. Über die Residenzstraße, die Rote Kuhle, die Detmolder Straße und der Selbecker Straße geht es nach Barntrup. Dort biegt der Konvoi von der B66 auf die B1 ein und fährt weiter in Richtung der Landesgrenze zu Niedersachsen (Richtung Hameln).

»Wir raten Verkehrsteilnehmern dazu, die beschriebene Fahrtroute möglichst am Montagmorgen zu meiden«, so die lippische Polizeibehörde. Bei Fragen in diesem Kontext haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich am Montagmorgen, ab etwa 6 Uhr, unter der Rufnummer 05231/6095050 zu informieren.

Kommentare

Der ganz reale Wahnsinn....

....von Politik, Medien und Verbrauchern ist es, der die Landwirte auf die Straßen bringt:
Die Politik ignoriert und faked die Fakten.
So sind die meisten Kanalisationen in Deutschland marode und seit Jahren undicht.
Den Verbrauchern, deren Exkremente unterirdisch versickern, setzt man nun die Landwirte als Sündenbock vor die Nase!
Die Medien verwenden Schlagworte wie Ackergift, etc., anstatt mal investigativ zu recherchieren. Keiner dieser scheinbar grün ideologisierten Journaille berichtet mal in Mainstream-Medien darüber, das in z.B. Niedersachsen vom damals grünen Verbraucherschutzminister Meyer von über 11.000 (!!!) Messstellen nur die an die EU gemeldet wurden, die über der Nachweisgrenze lagen. Und das waren gerade mal ca. 750 Stellen. Viele davon nur knapp über der der Nachweisgrenze, aber deutlichsten unter dem Grenzwert.
Die Verbraucher wiederum blenden die ganze Thematik aus, als wären sie von Klima-Greta besoffen gemacht worden.
Wenn Bauern z.B. nachts spritzen, dann eben weil dann weniger Winddrift ist und der Insektenflug geringer.
Wenn der Bauer heute häufiger mit dem Güllefass übers Feld fährt, dann ja, weil er die gesamt-Düngermenge der Pflenze an ihr Wchstum und den gerade benötigten Bedarf anpasst.
Wenn der Verbraucher immer neuen Anforderungen an die Produktion munter Beifall klatscht, dann aber am liebsten zum Angebotspreis kauft und gleichzeitig die Politik durch das MERCOSUR-Abkommen Importe aus Übersee mit dem Schiff fördert, die nicht mal die geringsten innerdeutschen Auflagen erfüllen.....
....ja - dann gehen die Bauern auf die Strasse.
Und zwar zu Recht!!!
Und wenn die Endverbraucher keine eigene Lebensmittelversorgung mehr wünschen, dann ist das in Ordnung. Sie können das alles gerne importieren. Aber wenn der Erzeuger auf seiner eigenen Fläche nur noch Landschaftsschutz betreiben soll, dann müssen es die Verbraucher eben auch bezahlen.
A propos Eigenversorgung:
Sollte ein Land, dessen Armee angeblich nicht mehr Munition als für einen Tag hat, nicht wenigstens ausreichen Lebensmittel produzieren können????
Und komme mir jetzt bitte keiner mit der angeblichen Überproduktion:
Wir exportieren nämlich Mägen, Herzen, Beine, Flügel, Ochsenschwänze, Rinder- und Schweineköpfe, weil sie hier nicht gegessen werden!!!!
Dafür wird dann Filet importiert. Gerne auch Biogemüse aus China.
Bitte denken Sie das mal zu Ende, bevor Sie hier weiter Bauern-Bashing betreiben!
Danke.
Übrigens fahre ich als Verbraucher selbst zur Demo der Bauern. Damit die merken, das es auch Rückhalt in der Bevölkerung gibt!!!!

TRECKER

Da kann man sehen welche Monstermaschinen die Landwirte besitzen. Größenteils duch Subventionen finanziert. Also von uns allen. Handyverbot und Mißachtung der Geschwindigkeitsbegrenzung sind die Regel. Darauf angesprochen bekommen wir zur Antwort : Wir dürfen das ! Warum dürfen die das ?

Wenn ich an Bauern denke, dann kommen mir gleich die unzähligen Schlagzeilen in den Sinn, über Tierquälerei und Massentierhaltung in einsam abgelegenen "Ställen", der Verseuchung des Trinkwassers durch übermäßigen Pestizideinsatz, und Überdüngung des Bodens aufgrund dieser Massentierhaltung. Immerhin der Verseuchung des Trinkwassers will die Regierung nun offenbar einen Riegel vorsetzen. Vielen Dank! Aber dem Tierwohl hilft das leider auch nicht weiter. Dafür werden unbestechliche und amtlich vereidigte Veterinäre benötigt, die in einem für sie fremden Landkreis arbeiten, anstatt in ihrer eigenen Nachbarschaft/Verwandschaft, und unangemeldet und regelmäßig in Erscheinung treten.

3 Kommentare

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