Kasernengebäude in Augustdorf wird am nächsten Donnerstag nach Alexej Kobelew benannt Ehrung für getöteten Bielefelder Soldaten

Bielefeld (WB). Der vor mehr als acht Jahren in Afghanistan getötete Bielefelder Soldat Alexej Kobelew erhält am nächsten Donnerstag eine besondere Ehrung. Ein Lehrsaalgebäude auf dem Kasernengelände in Augustdorf wird nach ihm benannt. Wie berichtet, soll in dem Gebäudekomplex auch eine Ausstellungsvitrine an Kobelew erinnern. »Dabei geht es um die Hintergründe des Sprengstoffanschlags«, berichtete zuletzt Hauptmann Martin Waltemathe, Sprecher der Panzerbrigade 21 in Augustdorf.

Von Stefan Biestmann
Alexej Kobelew
Alexej Kobelew Foto: dpa

Im Juni 2011 war der damals 23-jährige Kobelew als erster Soldat der Augustdorfer Brigade »Lipperland« in Afghanistan getötet worden. Der Oberstabsgefreite war mit fünf weiteren Soldaten in eine Sprengstofffalle geraten. Kobelew starb, seine Kameraden wurden verletzt.

Soldaten des Panzergrenadierbataillons 212 in Augustdorf beantragten im Jahr 2018, den Lehrsaalkomplex auf dem Kasernengelände nach Kobelew zu benennen. Das Gebäude verfügt über mehrere Säle und Unterrichtsräume mit 30 bis 120 Plätzen und wird von allen Kompanien genutzt. Bislang erinnert auf dem Kasernengelände ein Gedenkstein am Ehrenmal an Kobelew. An dem Festakt zur Umbenennung des Kasernengebäudes nimmt neben Kobelews Familie auch der Heeper Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher teil. Schließlich ist der Stadtbezirk Heepen Kobelews Heimat.

Zusätzlicher Gedenkort in Baumheide

Und der Stadtteil Baumheide war der Lebensmittelpunkt des Soldaten. »Hier hat er die Schule besucht und hier ist er aufgewachsen«, berichtet Sternbacher. Deswegen sucht er weiter in Baumheide nach einem passenden Gedenkort für Kobelew. »Die Gespräche sind aber noch nicht abgeschlossen«, berichtet er. Bis »spätestens zum Ende des Jahres« will Sternbacher eine Lösung finden – natürlich auch in Absprache mit der Familie. Die Ehrung soll auch Thema in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung sein.

Für den ebenfalls in Afghanistan getöteten Soldaten Martin Augustyniak gibt es bereits einen Gedenkort in Bielefeld. An der Ecke Waldbreede/Niederbreede/Lange Breede in Quelle gibt es seit Ende Juni einen Martin-Augustyniak-Platz. Dort steht seitdem eine Gedenkbank – als Erinnerung an den Soldaten und seine Verdienste.

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