Ob die Hauptumbauphase im Herzen Brackwedes im März 2021 starten kann, ist unklar.
Hauptstraße: Zeitplan wankt

Bielefeld (WB). Stadtbahnen und der übrige Durchgangsverkehr sollen 20 Monate lang ausgesperrt werden, wenn der Umbau der Hauptstraße in seine Hauptphase eintritt. Geplant ist das von März 2021 bis Oktober 2022. Ob diese Zeitplanung noch zu halten ist, ist inzwischen allerdings fraglich.

Samstag, 09.11.2019, 06:00 Uhr
Die Vorarbeiten zur Sanierung der Hauptstraße laufen bereits. Derzeit werden Hausanschlüsse erneuert. Foto: Peter Bollig

»Das wird eng«, räumt Dirk Vahrson, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehr, im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT ein. Denn bis dahin seien noch viele Punkte abzuarbeiten und abzuwägen.

Viel und lange war bei der Erörterung im Brackweder Bezirksamt vor einigen Tagen zwischen betroffenen Anliegern und Fachleuten von Mobiel und Stadt hinter verschlossenen Türen diskutiert worden, waren Bedenken von Betroffenen vorgetragen worden. Die sollen in die Prüfung der Bezirksregierung einfließen, bevor sie über die Genehmigung des Hauptstraßenumbaus mitsamt dem Bau dreier Hochbahnsteige entscheidet.

Rücksicht aufs Weihnachtsgeschäft

Im Nachgang zum Erörterungstermin seien jetzt offene Fragen zu klären, sagt Dirk Vahrson. Dazu soll es im Dezember noch ein Gespräch mit der Bezirksregierung geben. Sein Eindruck aus dem Erörterungstermin ist aber: »Wir müssen unsere Planung jetzt nicht noch einmal drehen«, wesentliche Änderungen müssten Stadt und Mobiel aus seiner Sicht also nicht vornehmen, damit das Projekt genehmigt werden kann. Deshalb ist sich Vahrson sicher, dass es bei der 20-monatigen Hauptbauphase bleibt, bei der der Verkehr auf der Hauptstraße ruht, die aber auch eine besondere Belastung für Anwohner, Geschäfte und Praxen bedeutet.

Die Genehmigung erwartet die Stadt im kommenden Jahr. Die Bezirksregierung hatte bereits angekündigt, in diesem Jahr keine Entscheidung mehr zur beantragten Planfeststellung zu treffen.

Was den Termin des Baubeginns infrage stellt, ist Dirk Vahrson zufolge insbesondere die Ausschreibung einer Planung. »Wir sind noch in der Vergabephase«, erklärt der stellvertretende Amtsleiter. Weil es »verfahrenstechnische Hürden« gab, habe ein erstes Vergabeverfahren für die Planungsleistungen aufgehoben werden müssen. »Wir sind ausgebremst worden und müssen jetzt Fristen einhalten.«

Die bisherige Planung ist eigentlich so angelegt, dass die Einzelhändler nur einmal während des Weihnachtsgeschäfts durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werden, wenn wie geplant im September 2022 die Stadtbahnstrecke auf der sanierten Hauptstraße in Betrieb genommen wird. Sollte es allerdings zu Verzögerungen der Hauptbauphase kommen, könnten die Bauarbeiten möglicherweise zweimal das Weihnachtsgeschäft trüben. Das hängt auch davon ab, ob die Bezirksregierung weitgehende Umplanungen fordert – oder Betroffene gegen den Planfeststellungsbeschluss klagen.

Vorarbeiten haben bereits begonnen

Bislang wenig spürbar sind die Vorarbeiten, die auf der Hauptstraße bereits begonnen haben. So werden derzeit Hausanschlüsse im Bereich der Fuß- und Radwege erneuert. Das soll bis Mai 2020 dauern. Im kommenden Jahr sollen auch Leitungen dort angepasst werden, wo später neue Bäume stehen werden. Der Verkehr kann bei diesen Arbeiten weiter rollen, bis in der Hauptphase der Unterbau und Kanäle erneuert, Gleise ausgetauscht, Hochbahnsteige gebaut und Gehwege sowie Fahrbahndecken neu angelegt werden.

Ziel ist die Barrierefreiheit der Zugänge zu Bahnen und Bussen. Auch weil Mobiel aufgrund des maroden Untergrundes permanent Reparaturen am Gleis vornehmen muss, ist die Straßensanierung erforderlich geworden.

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