Arminia-Profi Anderson Lucoqui bringt seinen zweiten Song heraus
100 km/h mit dem »Gute-Laune-Monster« Luco

Bielefeld (WB). Anderson Lucoqui hat mächtig Spaß. Das sieht und hört man dem 22-Jährigen an, als er in einem privaten Tonstudio in Bielefeld-Senne seinen selbst geschriebenen Song »100 km/h« performt. »Die Musik hat schon immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt«, sagt der Profi des DSC Arminia.

Donnerstag, 07.11.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 18:44 Uhr
Arminia-Profi Anderson Lucoqui präsentiert im privaten Tonstudio von Kumpel Leon Stelzner seinen Song »100 km/h«. Foto: Bernhard Pierel

Und so verbringt der Fußballer fast jede freie Minute im Tonstudio oder am heimischen Laptop, um seiner zweiten großen Leidenschaft zu frönen. »Andere spielen nach dem Training Playstation, ich arbeite an meinen Songs und höre mir immer wieder neue Sachen an«, erklärt Lucoqui, der sich für sein großes Hobby den Künstlernamen »Luco« zugelegt hat.

»Das Leben genießen«

Im Mai hatte er seinen ersten Song »Zeit« herausgebracht, der beim Musikstreamingdienst Spotify 147.000 Mal aufgerufen wurde. Nun folgt »100 km/h« – eine Mischung aus Hip-Hop und R’n’B. Länge: 4,05 Minuten. »In dem Stück geht es um Freundschaft – darum, sich frei zu fühlen, das Leben zu genießen und Spaß mit seiner Crew zu haben«, betont der Hobbymusiker. Und warum der Titel 100 km/h? »Weil das eine entspannte Geschwindigkeit ist, bei der man alles noch genießen kann«, erklärt Lucoqui und macht damit deutlich, dass er ein bodenständiger Typ ist.

»Ich bin auch ein sehr emotionaler Mensch«, fügt der Arminia-Profi an. Das Wichtigste bei einem Song sei die Inspiration. »Wenn man die hat, läuft der Rest von selbst. Mir war es wichtig, einen Gute-Laune-Track zu machen.«

Die Musik kommt an

Das ist ihm gelungen. Diese Meinung teilen zumindest die Menschen, die ihm wichtig sind. »Meine Familie findet das total klasse. Meine Eltern haben sich immer gewünscht, dass eines der Kinder Musik macht«, sagt Lucoqui, der noch zwei Geschwister hat. Die Eltern stammen aus Angola. Als diese vor 30 Jahren nach Deutschland kamen, hatte der Vater eine Trommel mit im Gepäck.

Auch im Kreise seiner Mannschaftskollegen kommt seine Musik gut an. »Als ich meinen ersten Song in der Kabine präsentiert habe, gab es sogar Applaus. Das hat mich total gefreut«, schmunzelt »Andi«, wie er innerhalb der Arminia-Familie gerufen wird. Am Anfang hätten die Kollegen sein Hobby nicht so ernst genommen. »Doch mittlerweile haben sie Respekt vor dem, was ich da mache.« Das würde auch für Coach Uwe Neuhaus gelten. »Der Trainer hat mich sogar schon mal mit meinem Künstlernamen Luco angesprochen.«

Prominente Ratgeber

Anderson Lucoquis musikalisches Vorbild ist der deutsche Rapper »Cro«. »Es wäre ein Traum, einmal einen Song mit ihm zu machen.« Kontakt zu »Cro« hat es bereits gegeben, genauso wie zu Popsänger Mike Singer. »Sie haben mir ein paar Tipps gegeben.«

Bei seinem ersten Song »Zeit« hatte Lucoqui auch Unterstützung von Rapper »Casper« bekommen, einem bekennenden Arminia-Fan. »Diesmal habe ich aber versucht, alles selbst zu Papier zu bringen.«

Video in Bielefeld gedreht

Ein Video-Dreh zu seinem neuen Song »100 km/h« ist in der Mache, nächste Woche soll der fertig sein. »Das Video wurde komplett in Bielefeld gedreht, auf der Straße und in verschiedenen Locations«, sagt Lucoqui, dessen Song auf allen bekannten Musik-Portalen abrufbar ist. Aufgenommen und geschnitten werden die Songs in dem privaten Tonstudio von Leon Stelzner (23) in Bielefeld-Senne. »Andi ist ein Gute-Laune-Monster«, sagt Leon über seinen Kumpel Anderson.

Eine professionelle Karriere als Musiker strebt Lucoqui aktuell nicht an. Aber es gibt ja noch ein Leben nach dem Fußball. »Ich versuche schon, mir auch in der Musik etwas aufzubauen. Mein Beruf bleibt aber Fußballer, und das hoffentlich noch sehr lange, die nächsten zwölf bis 15 Jahre vielleicht. Und dann kann ich immer noch Musik machen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7047198?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Bielefeld steht vor kritischer Inzidenz-Marke
Corona-Reihentests als Folge einer Familienfeier: Die Ergebnisse von 800 Schülern und Lehrern, von denen im Drive-In-Testzentrum Anfang der Woche Abstriche genommen wurden, sollen Donnerstag vorliegen. Derweil weiten sich die Folgen der Feier aus: eine elfte Schule und eine Kita sind jetzt betroffen. Foto: Bernhard Pierel
Nachrichten-Ticker