CDU legt Maßnahmenkatalog für den Kesselbrink vor – Bürger diskutieren Würfel-Pläne
Videoüberwachung, Licht, Personal

Bielefeld  (WB). Für den Kesselbrink soll kurzfristig ein konkretes Ordnungs- und Sicherheitskonzept auf die Beine gestellt werden. Einen entsprechenden Antrag legt die CDU-Fraktion für die Ratssitzung an diesem Donnerstag vor.

Dienstag, 05.11.2019, 06:00 Uhr
Gerade in den Abendstunden soll der Kesselbrink rund um den Grünen Würfel besser überwacht werden. Foto: Thomas F. Starke

Derweil hat Sozialdezernent Ingo Nürnberger am Montagabend die Anwohner über den aktuellen Stand der Dinge bezüglich der künftigen Nutzung des Grünen Würfels informiert. 100 Interessierte waren gekommen, um Ideen einzubringen, in Gruppen zu diskutieren und Kritik zu üben. Fazit: Eine Revitalisierung des Würfels ohne den Kesselbrink insgesamt miteinzubeziehen, ist für alle nahezu undenkbar.

Das Gebäude, in dem zuletzt zwei Gastronomie-Konzepte gescheitert waren und in dem Nürnberger nun ein Angebot für junge Leute etablieren möchte, wird auch in den sieben Punkten berücksichtigt, die laut CDU möglichst schnell bearbeitet werden müssten. Um der Kriminalität um den Würfel Herr zu werden und die unmittelbare Umgehung besser überwachen zu können, soll dort eine Videoüberwachung eingeführt werden.

Schutz der Lebens- und Wohnqualität

Grundlage des CDU-Antrags ist der Schutz der Lebens- und Wohnqualität in Bielefeld. Auf dem Kesselbrink müsse dafür die Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsamt insbesondere abends und am Wochenende verbessert werden. In einer »mobilen Wache« müssten die Bürger einen direkten Ansprechpartner haben. Durch gezielte Aktionen von Ordnungsamt, Stadtwache und Polizei soll der Fahndungsdruck auf Drogenhändler, Trinker und Randalierer erhöht werden. Auch bedürfe es rechtlicher Grundlagen, um ein Alkoholverbot einzuführen und konsequent umzusetzen.

Wenn der Kesselbrink besser beleuchtet würde, könnten Angsträume vermieden werden. Für die Aufenthaltsqualität spielt auch das Thema Sauberkeit eine Rolle. Die CDU schlägt vor, den Platz häufiger zu reinigen, zusätzliche Mülleimer aufzustellen und Bußgelder zu verhängen, wenn dort Müll illegal entsorgt werde. Darüber hinaus soll der Umweltbetrieb die Grünflächen überarbeiten und sich verstärkt dem Rattenproblem widmen.

Bürger machen sich Sorgen

Über den Zustand des Kesselbrinks und die Umsetzung der Maßnahmen seien Anwohner und Gewerbetreibende regelmäßig zu befragen und zu informieren. Wie am Montagabend. Sämtliche von der CDU aufgeworfenen Punkte treiben auch die Bürger um. Und einige blicken über den Kesselbrink hinaus, machen sich Sorgen, wohin sich die Drogen- und Alkoholszene verzieht, wenn sie von dem Platz verdrängt wird. In die umliegenden Wohngebiete?

Die Nutzung des Würfels als Begegnungsstätte traf auf größere Zustimmung, wenngleich sich viele ein generationenübergreifendes Angebot wünschen. Am Rande der Veranstaltung machte Unternehmer Johannes Delius einen neuen Vorschlag: eine »Working-Space« mit offenen Arbeitsplätzen. »Wir müssen auch wirtschaftlich denken«, sagte er.

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