Goldbeck stellt Fassadengestaltung vor
So soll das Kesselbrink-Hochhaus aussehen

Bielefeld (WB). Das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck, Eigentümer der Immobilie , stellt die neue Fassade des Hochhauses am Kesselbrink vor. Das stadtbildprägende Gebäude bekommt ein neues Gesicht.

Montag, 04.11.2019, 12:09 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 12:42 Uhr
Blick vom Kesselbrink. Das Hochhaus und das benachbarte Parkhaus erhalten eine neue Fassade. Foto: Goldbeck

Die Revitalisierung des einzigen Hochhauses der Stadt umfasse nicht nur den kompletten Innenumbau, sondern auch die weithin sichtbare Fassade, teilte das Unternehmen am Montag mit: Sie soll hell und transparent sein, mit viel Glas. »Die Architektur trägt dazu bei, das Areal rund um den Kesselbrink aufzuwerten. Als Bielefelder Unternehmen ist es uns ein besonderes Anliegen, das markante und zentral in Bielefeld gelegene Gebäude positiv hervorzuheben«, erklärte Geschäftsführer Jörg-Uwe Goldbeck, dessen Unternehmen das Gebäude vor einem Jahr gekauft hatte.

Die Architektur ist durch visuelle Kontraste charakterisiert: Weißes, leicht transparentes Lochblech umspielt die Fassade wie ein helles Band. Eine Sockelzone aus kupferfarbenem Streckmetall umfasst die ersten beiden Geschosse des Hochhauses sowie des Parkhauses.

Gebäude werden optisch verbunden

»Dadurch sind beide Gebäude, die technisch zusammengehören, nun auch optisch miteinander verbunden. Uns war es zudem wichtig, die horizontale Betonung der Hochhausfassade beizubehalten. Damit erhalten wir den hohen Wiedererkennungswert des Gebäudes. Und dennoch erscheint es in einem frischen, ansprechenden Gewand«, beschreibt Projektleiter Siegfried Wendker die Idee hinter dem Entwurf.

Neben diesen ästhetischen Besonderheiten legt Goldbeck viel Wert auf eine helle, lichtdurchflutete Architektur. Das Hochhaus bekommt eine Fassade mit höherem Glasanteil als zuvor. Die Fenster werden deutlich vergrößert, um im Inneren eine hellere Atmosphäre zu schaffen. Auch der Außenbereich wird offener gestaltet, indem die bauliche Verbindung zwischen dem Hochhaus und dem benachbarten Technikgebäude entfernt wird.

»Durchgang zum Neumarkt aufwerten«

»Ziel ist es, den Durchgang zum Neumarkt aufzuwerten und die Eigenständigkeit des Gebäudekomplexes zu unterstreichen«, sagt Wendker. Dieses Gesamtkonzept wurde auch von der Bezirksvertretung Mitte sehr positiv bewertet. Zugleich betont Wendker die kollegiale Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden: »Wir wurden in unserem Vorhaben von allen Beteiligten gut unterstützt.«

Im Zuge des Umbaus investiert Goldbeck umfangreich in die Energieeffizienz und damit in einen besonders nachhaltigen Betrieb des gut 95 Meter hohen Gebäudes. Dreifachverglasung mit hohen Dämmwerten, modernste Gebäudetechnik sowie außenliegenden Sonnenschutz, der im Sommer für eine automatische Verschattung der Räume sorgt, kommen zum Einsatz.

Das Hochhaus wird derzeit durch die Goldbeck Spezialisten aus dem Bereich »Bauen im Bestand« zunächst bis auf den Rohbau zurückgebaut. In etwa zwölf Monaten soll die neu gestaltete Fassade für die Bielefelder sichtbar sein. Die Innengestaltung des Hochhauses wird sich an den Wünschen künftiger Mieter orientieren: »Wir planen eine Nutzung für Büro- und Verwaltungszwecke«, so der bei Goldbeck für die Vermarktung des Areals zuständige Peter Kronshage.

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