Debatte über Grünen Würfel und Kesselbrink in der Bezirksvertretung Mitte
Alkoholverbot am »Affenfelsen«

Bielefeld (WB). Das Sofortprogramm für den Grünen Würfel am Kesselbrink mit Angeboten für Jugendliche solle bis Februar 2020 ausgedehnt werden, fordert Sozialdezernent Ingo Nürnberger . »Wir müssen auf dem Kesselbrink mehr Sicherheit, auch nach 22 Uhr, bieten«, meint Hartmut Meichsner (CDU).

Montag, 04.11.2019, 09:30 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 10:52 Uhr
Was wird aus dem »Grünen Würfel«? Darüber diskutierten die Politiker in der Bezirksvertretung Mitte. Foto: Bernhard Pierel

In der Bezirksvertretung Mitte ist jetzt über die Situation auf dem Innenstadt-Platz diskutiert worden. Mit einer Mischung aus Angeboten für junge Leute und einer konsequenteren Anwendung des Ordnungsrechts will Nürnberger die Lage stabilisieren. »Das alles ist Ausdruck großer Hilflosigkeit«, kritisierte dagegen Meichsner.

»Gastronomie im Grünen Würfel funktioniert nicht«, so Nürnberger. Er ist aber überzeugt, dass in dem Gebäude ein Angebot für junge Leute und ein attraktiver Stadtteiltreff etabliert werden könnten. »Ich möchte ausprobieren, was dort geht«, sagte der Dezernent. Ein fertiges Konzept liege noch nicht in der Schublade. Zunächst solle die Stadt selbst als Betreiber auftreten. Ob sie das Gebäude, in dem zwei Gastronomieangebote gescheitert waren, langfristig vom Eigentümer, der Wohnungsgesellschaft BGW, mieten oder am Ende kaufen werde, müsse sich zeigen. »Je nachdem, was sich besser rechnet.«

»Wachsende Drogen- und Trinkerszene«

Die Situation im Umfeld des Würfels müsse verbessert werden. So werde überlegt, den »Affenfelsen«, den Bereich neben dem Würfel, der sich zum Treffpunkt der Trinkerszene entwickelt hat, zu einem Spielplatz zu erklären. Das gelte auch für das benachbarte Wasserspiel. Dann könne dort ein Alkoholverbot durchgesetzt werden.

Die Polizei habe die Situation auf dem Kesselbrink im Blick, sei dort auch mit verdeckten Ermittlern tätig. Die Beleuchtung am Grünen Würfel selbst und auf dem Platz solle verbessert werden. Dies könne aber an technische Grenzen stoßen. Auch seien urheberrechtliche Fragen mit dem Planungsbüro zu klären, das den Entwurf für den Kesselbrink gestaltet hatte.

Hartmut Meichsner beklagte die wachsende Drogen- und Trinkerszene auf dem Kesselbrink. Ein sicherer Aufenthalt in den Abend- und Nachtstunden sei nicht gewährleistet. Der Grüne Würfel mit seiner Pflanzenfassade werde als Drogenversteck genutzt. Meichsner lehnte ein Sofortprogramm mit Angeboten im Würfel ab. Bis zur Klärung der weiteren Nutzung solle das Gebäude eingezäunt und videoüberwacht werden.

Kritik an Vermüllung des Platzes

André Langeworth (CDU) beklagte die Vermüllung des Platzes. Auch die Union forderte eine besser Ausleuchtung. Dieser Punkt eines entsprechenden CDU-Antrages wurde angenommen, Einzäunung und Videoüberwachung abgelehnt. Ein Antrag der SPD, dort mehr Streifen der Stadtwache durchzuführen, wurde angenommen. Auch die Verwaltungsvorlage zum Übergangsangebot und zur Entwicklung eines neuen Konzeptes fanden eine Mehrheit. An diesem Montag um 19 Uhr will Ingo Nürnberger die Überlegungen der Stadt in einer Bürgerversammlung im Grünen Würfel vorstellen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7039790?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Weniger Respekt, bitte
„Stand jetzt spüre ich definitiv keine Verunsicherung“, sagt Fabian Klos. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker