Schlittenhunderennen ist wichtigstes Treffen vor der Rennsaison - mit Video
342 Hundeführer gehen in Senne an den Start

Bielefeld (WB). Im elften Jahr hat sich das Senner Schlittenhunderennen wieder einmal übertroffen: 342 Zweibeiner sind an den Start gegangen und haben insgesamt 800 bis 1000 Hunde mit auf die Wiese am Schafstall gebracht.

Sonntag, 03.11.2019, 15:34 Uhr aktualisiert: 03.11.2019, 15:36 Uhr
Beim Start braucht es viele Helfer, um die aufgeregten Hunde zu bändigen, die das Startsignal kaum abwarten können. Foto: Kerstin Sewöster

Schlittenhunderennen in Senne mit 342 Teilnehmern

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Foto: Kerstin Sewöster
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Die genaue Zahl der Vierbeiner weiß nicht einmal Rennleiter Rudi Ropertz, selbst mehrfacher Welt- und Europameister. Die wenigsten Musher, so nennen sich die Schlittenhundeführer, kommen mit einem Hund. Holger Brotzmann aus Fulda hat gleich 35 Schlittenhunde, vornehmlich Hounds, dabei. An den Start geht er mit einem Sechser- und einem Achtergespann. Für seine anderen Hunde, vor allen Dingen für die jüngeren aus eigener Zucht, ist das Ereignis in Senne eine gute Gelegenheit, Wettkampfluft zu schnuppern.

Musher und Hunde geben alles am Start, ganz gleich ob mit dem Rad (Bikejörking), dem Scooter (Roller), vor dem Gespann oder beim Canicross, bei dem Herrchen und Hund gemeinsam laufen. »Das ist das wichtigste erste Treffen vor den Schneerennen«, betont Ropertz, Vorsitzender des Schlittenhundsportvereins Münsterland. Er freut sich, dass »wir das Vertrauen der Musher gewonnen haben«. Erstmals gehen in Senne auch Jugendliche an den Start: 22 Startnummer wurden an Mädchen und Jugendliche bis 13 Jahren vergeben. Und die Musher selbst? Die genießen die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Man kennt sich und überhaupt scheint der Zughundesport mehr Lebensgefühl als Hobby zu sein.

»Es gibt nichts Schöneres als das erste Rennen im Schnee«

Holger Brotzmann war immer schon sportlich und hatte immer einen Hund. Vor zehn Jahren begann er sein Training mit zwei Hunden. Heute richtet er sein Leben nach dem Sport aus – mit Erfolg. Er hat unter anderem das Transalp-Rennen gewonnen und ist Deutscher Meister im Wagenrennen geworden, und ist beim Šediváčkův-Rennen in Tschechien dabei, wenn es um eine mehr als 300 Kilometer lange Strecke geht. »Es gibt nichts Schöneres als das erste Rennen im Schnee«, schwärmt er.

Umgekrempelt wurde auch das Leben von Frank Sollermann und seine Familie, als er vor zehn Jahren seinen ersten Sibirian Husky anschaffte. Mittlerweile sind es acht und das Einfamilienhaus in einer Spielstraße in Leer wurde gegen einen 4000 Quadratmeter großen Hof am Waldrand eingetauscht. »Das Schöne an den Hunden ist ihr Kraft und ihr Wille am Laufen – und man selbst ist immer draußen«, schwärmt der 52-Jährige, der seine Leidenschaft schon an Enkelin Melina weitergegeben hat.

Beim Kinderrennen durfte sie natürlich nicht fehlen. 53 Mädchen und Jungen übten sich im Mini-Canicross – zum großen Teil mit »geborgten« Hunden. Marie (7) durfte mit Leih-Hündin Fanny laufen und war einige Minuten ihrem größten Traum ganz nah – »einem eigenen Hund«, wie sei mit leuchtenden Augen erzählt.

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