Thomas Hausmann zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Gastronomie zurück
Café Wald-Eck sucht neuen Pächter

Sennestadt (WB). In vier Jahren hat das Gastronomenehepaar Hausmann das Café Wald-Eck zu einer kleinen Perle in Sennestadt gemacht. Jetzt sucht es trotz voller Auftragsbücher und vieler Stammgäste einen neuen Pächter für das Restaurant am Netzeweg. Nach zwei Herzinfarkten zieht sich Thomas Hausmann aus der Gastronomie zurück.

Sonntag, 03.11.2019, 12:00 Uhr
Der Abschied fällt schwer, doch Ende des Jahres ist Schluss: Sandy und Thomas Hausmann geben aus gesundheitlichen Gründen das Café Wald-Eck auf. Jetzt suchen sie einen Nachfolger, der den Gastronomiebetrieb weiterführt. Foto: Kerstin Sewöster

Am Silvesterabend kochen und bewirten Sandy und Thomas Hausmann ein letztes Mal, dann ist Schluss – zumindest für die beiden. »Wir hoffen, einen Nachfolger zu finden. Der kann am 3. Januar gleich wieder aufmachen. Es ist alles da und vorbereitet«, meint Thomas Hausmann, dem der Abschied sichtlich schwer fällt. Schon jetzt gebe es zahlreiche Buchungen für das Jahr 2020. »Alle Konfirmationssonntage sind belegt«, sagt Hausmann. Die Reservierungen reichten bis in den September. »Wir warten bis Ende November, wenn sich bis dann kein Nachfolger gefunden hat, dann müssen wir leider absagen«, betont Hausmann.

»Sennestadt war gut zu uns«

Interessenten habe es schon gegeben, aber das Ehepaar hofft auf eine Fortführung des »Hausmann-Genusskonzeptes«, wie sie sagen. »Sennestadt war gut zu uns, und wir möchten etwas zurückgeben.« Eine Absage haben sie zum Beispiel einem Interessenten erteilt, der das Restaurant mit Biergarten nur für Feiern und Events nutzen wollte. »Das wäre schade, meint Sandy Hausmann. »Wir haben so viele Stammgäste, Seniorengruppen und verschiedene Vereine, die sich regelmäßig bei uns treffen. Die möchten gerne weiter kommen. Unsere Gäste geben dem Neuen einen Chance«, ist Sandy Hausmann sicher. »Ein Verein kommt sogar aus Quelle, wir haben uns einen Riesen-Radius erarbeitet«, ergänzt Thomas Hausmann.

»Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht«, meint der 53-Jährige. Aber einen dritten Herzinfarkt wolle er nicht riskieren. Viel Herzblut stecke in dem Café. Das Objekt hatte länger leer gestanden und wurden von den beiden mit viel Elan eingerichtet – »es war praktisch nur die Theke vorhanden«. In den vier Jahren haben die Hausmanns auch einen Catering-Service für bis zu 200 Personen aufgebaut. Gerne übergeben würden die Hausmanns auch ihr Personal. Aktuell arbeiten ein Koch, ein Spüler und ein Küchenhelfer für das Ehepaar, dazu Aushilfen im Service. »Die würden alle gerne für einen Nachfolger arbeiten.«

Engagement in der Werbegemeinschaft

Sandy und Thomas Hausmann wollen sich jetzt einen Arbeitsplatz jenseits der Selbständigkeit suchen. Die 35-Jährige bleibt der Gastronomie treu, will weiter im Service arbeiten – »aber zu familienfreundlichen Zeiten«, wie sie mit Blick auf ihren fünf Jahre alten Sohn Lennard meint.

Thomas Hausmann will sich beruflich neu orientieren und sich weiter für Sennestadt engagieren. »In der Werbegemeinschaft habe ich die Vertrauensfrage gestellt. Sie wollen, dass ich stellvertretender Vorsitzender bleibe«, sagt er. Und auch im Sennestadtverein will er Mitglied bleiben.

Auch wenn die Hausmanns Silvester ein letztes Mal in der Restaurant-Küche in den Töpfen rühren – die Sennestädter bekommen doch noch einmal Gelegenheit, die Kochkunst des 53-Jährigen zu kosten, der Mitglied in dem europäischen Köcheverband Euro-Toque ist. Für den Sennestädter Herbst 2020 hat er Euro-Toque-Kollegen gefunden, mit denen er gemeinsam ein Show-Kochen veranstalten will. »Das werde ich noch machen«, verspricht Thomas Hausmann.

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