Sonderausstellung im Naturkunde-Museum erinnert an die Mondlandung 1969
Westfalen im Mondfieber

Bielefeld (WB). Die Faszination, die die Mondlandung vor 50 Jahren weltweit auslöste, ist bis heute ungebrochen. Wer konnte, verbrachte in Deutschland die Nacht vor der Flimmerkiste, um live mitzuerleben, wie Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf den Erdtrabanten setzte.

Samstag, 02.11.2019, 16:00 Uhr
Modelle und Originale rund um die Mondlandung im Juli 1969 präsentiert Mark Keiter in einer Sonderausstellung, die vom Museumsamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) konzipiert wurde. Foto: Bernhard Pierel

Unvergessen seine Worte: »Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.« Eine Ausstellung des LWL-Museumsamts zeichnet nun im Naturkunde-Museum die historischen und politischen Entwicklungen mit dem spektakulären Wettlauf zwischen den beiden Großmächten USA und Sowjetunion bis hin zur Mondlandung nach. Sie gibt technisch-naturwissenschaftliche Einblicke in das Thema und arbeitet auf, wie die Mondlandung in sozio-kultureller Hinsicht rezipiert wurde. Ein gesonderter Bereich befasst sich damit, wie die Mondlandung in Westfalen aufgenommen wurde. Das westfälische Ladbergen im Sauerland kam groß raus, war der Urgroßvater von Neil Armstrong doch von dort in die USA ausgewandert.

Zu den Originalexponaten, die in der Ausstellung zu bewundern sind, gehören ein paar Gramm Mondstaub und ein kleiner Meteorit. »Der Staub stammt von der Apollo 15-Mission. Er gelangte im Staubsauger mit auf die Erde, denn die Astronauten mussten ihre Anzüge immer absaugen, bevor sie in die Mondlandefähre zurück gingen. Der Strom dazu kam aus einem Akku, der eigens für die Mondlandung entwickelt wurde«, berichtet Mark Keiter, der stellvertretende Museumsleiter.

Am Sonntag Eröffnung

Nicht auf dem Mond, dafür aber in der Raumstation MIR war schon einmal das Bild Tracks von Peter Eickmeyer. Es wurde 1995 als eines von 20 Werken weltweit für die Kunstausstellung »Ars ad Astra« ausgewählt und ist in der Sonderausstellung ebenso zu sehen wie 20 weitere Werke des Grafikers Eickmeyer, der, fasziniert von der Raumfahrt, über Jahrzehnte die Bilder der verschiedenen Missionen in Aquarellen und Acrylbildern festhielt.

Die Schau erinnert in einem gesonderten Kapitel auch an die Vergeltungswaffe V2 der Nationalsozialisten. Sie war 1944 das erste menschengemachte Objekt im Weltall. »Bei ihrem Bau kamen mehr Zwangsarbeiter ums Leben als bei den Bombardierungen durch die V2«, weiß Mark Keiter.

Die Sonderausstellung wird an diesem Sonntag eröffnet und läuft bis zum 26. Januar. Von 14 bis 17 Uhr gibt es ein Familienfest mit buntem Programm, unter anderem einem virtuellen Mondflug.

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