Zwei neue Hochbahnsteige und Vamos-gerechte Gleisanlagen
Freie Fahrt auf der Linie 3 ab Ende November

Bielefeld (WB). Die letzten Gleise werden Anfang November geliefert. Spielt das Wetter mit, kann die Stadtbahnlinie 3 Ende November dann wieder durchgängig fahren. Dann haben Stadtwerke und Umweltbetrieb die Arbeiten in August-Bebel- und Oelmühlenstraße abgeschlossen.

Mittwoch, 09.10.2019, 10:00 Uhr
Projektleiter Simon Klassen (Mitte) kontrolliert die Arbeiten am Hochbahnsteig Marktstraße. Bei entsprechendem Wetter soll die Strecke der Stadtbahnlinie 3 Ende November frei gegeben werden, die Arbeiten abgeschlossen sein. Foto: Bernhard Pierel

Im Februar begannen die vorbereitenden Arbeiten, im April die Hauptbauphase. Projektleiter Simon Klassen ist zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten: »Wir haben versucht, die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten.« Mit der Freigabe der Strecke mit zwei Hochbahnsteigen (»Marktstraße«, »Krankenhaus Mitte«) sei der Abschnitt barrierefrei und tauglich für den »Vamos«.

Bevor es aber soweit ist, gibt es einen geänderten Schienenersatzverkehr (Busse), der die Fahrgäste der Linie 3 befördert. In den Herbstferien ab 14. Oktober fahren die Busse in Richtung Stadtmitte die Haltestellen Oststraße und Krankenhaus Mitte vorübergehend nicht mehr an. Die Route führt stattdessen ab Kreuzung Oststraße/Oelmühlenstraße über die Prießallee zur Detmolder Straße und dann weiter über die Teutoburger Straße in die Innenstadt. Die Verkehrsbetriebe Mobiel richten zusätzliche Haltestellen ein.

Die Fahrpläne

Nach den Herbstferien ab 28. Oktober ist die Oelmühlenstraße in Richtung Innenstadt wieder befahrbar. Dann gilt wieder der bisherige Ersatzverkehr-Fahrplan.

An der Strecke der Linie 3 ändert sich bis zur Freigabe des Baustellen-Teilstückes nichts. Die Bahnen aus Richtung Stieghorst fahren weiterhin bis zur Haltestelle Oststraße. Aus Richtung Babenhausen ist die Endstation die Haltestelle Dürkopp Tor 6.

Fährt die 3 erst einmal auf ihrer angestammten Strecke durch, kann die Linie 4 bis »Dürkopp Tor 6« fahren und gibt dadurch das Wendegleis im Niederwall frei, das bei Betriebsstörungen dringend von Mobiel benötigt wird.

Simon Klassen sagt, dass die beiden Hochbahnsteige, beidseitig über Rampen erreichbar, 70 Meter lang und 86 Zentimeter hoch seien. Die Glasdächer entsprächen denen der Haltestelle »Dürkopp Tor 6«, seien filigraner als die üblichen Haltestellendächer. Das solle dazu beitragen, dass die Trennung des Straßenraumes verträglich wirken würde.

Die Maßnahmen

Während der Bauarbeiten habe man auf Wunsch der Anwohner die Beschilderung nachgebessert, Teile der Gehwege mit einer Art »Teppich« ausgelegt, um damit das Passieren des Baustellenbereiches zu erleichtern. In den Herbstferien, so der Projektleiter, würde mehrschichtig gearbeitet, teilweise auch nachts: »Darüber informieren wir die Anwohner aber im Vorfeld.«

Aufgestellt würden die restlichen Betonfertigteile der Hochbahnsteige, Fahrbahnen und Gehwege würden fertig gestellt und die Masten für Fahrleitung und Beleuchtung aufgerichtet. Klassen: »Die Fahrleitungen zu ziehen, ist die ruhigste Arbeit.«

Im Zuge der Bauarbeiten seien Leerrohre für die Telekommunikation sowie neue Versorgungsleitungen für Erdgas, Wasser, Strom und Fernwärme verlegt worden. Zudem habe der Umweltbetrieb einen Mischwasserkanal aus dem Jahr 1902 erneuert.  Die Gesamtkosten für das Straßenteilstück für Maßnahmen über und unter der Erde liegen bei rund zehn Millionen Euro.

Wenn die Strecke wieder befahren werden kann, ist der östliche Ast der Linnie 3 (Jahnplatz bis Stieghorst-Zentrum) fast barrierefrei. 2020 soll noch der Bau des Hochbahnsteiges an der Haltestelle Hartlager Weg kommen.

Kommentare

Andreas  wrote: 09.10.2019 16:05
Freie Fahrt auf der Linie 3 ab Ende November - Verkehrssicherheit
Guten Tag,
die Darstellung von Herrn Klassen über die Nachbesserungen ist sehr einseitig. Für mich als besorgter Vater wurde die Verkehrssicherung vollkommen vernachlässigt.

Die Beschilderung ist an der Kreuzung Oelmühlenstraße / Teutoburger Straße völlig unzureichend. Morgens kommen mir in diesem Kreuzungsbereich immer wieder Autos entgegen, die direkt von der Teutoburger Straße in die Spindelstraße fahren – trotz Einfahrverbot. Das Schild ist halt schlecht zu sehen.

Zusätzlich wurde die Ampel an der Oelmühlenstraße / Teutoburger Straße ausgeschaltet und dies ohne jegliche Rücksicht auf Fußgänger und Fahrradfahrer, die die Oelmühlenstraße an dieser Stelle überqueren müssen.

Zuletzt möchte ich noch daraufhinweisen, dass die Elternhaltestelle der Diesterwgeschule entfernt wurde, da das Grundstück (der Parkplatz) an die Baufirma verpachtet wurde. Das geschah, obwohl 100 Meter weiter der Grünzug in Vorbereitung zur Lutter-Offenlegung planiert und geschottert brachliegt.
Im Übrigen würde ich mir im Zuge der Digitalisierung eine Kommunikationsplattform zwischen Bürger, Stadt und Mobiel zu den Großprojekten wünschen.

In der Hoffnung, dass es besser wird, verbleibe ich
Mit freundlichen Grüßen

Andreas P.
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