Tag der deutschen Einheit bleibt CDU-Tradition – Jürgen Rüttgers als Gastredner
»Demokratie ist anstrengend«

Bielefeld (WB). Das Wetter war alles andere als ideal. Trotzdem sind rund 250 Menschen auf die Sparrenburg gekommen, um den Tag der Deutschen Einheit zu begehen.

Samstag, 05.10.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 05.10.2019, 12:13 Uhr
Kreisvorsitzender Andreas Rüther und Ratsfraktions-Chef Ralf Nettelstroth (von rechts) heißen den früheren Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers willkommen. Foto: Bernhard Pierel

CDU feiert Tag der deutschen Einheit mit Jürgen Rüttgers

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Seit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung lädt die CDU dazu ein – ein Anlass für Erinnerungen. Festredner Jürgen Rüttgers, ehemaliger Bundesbildungsminister und früherer NRW-Ministerpräsident ermuntert die Bielefelder CDU dazu, den Tag der Deutschen Einheit weiter zu feiern: »Es wird Zeit, dass wir stolz sind auf das Geleistete.«

Die deutsch-deutsche Einheit sei einhergegangen mit der Wiedervereinigung Europas. Für ihn, so Rüttgers, sei es »unerträglich, dass es heute Parteien gibt, die erzählen, dass Nationalismus die Zukunft ist: Mit Nationalismus wäre Deutschland niemals wiedervereint worden.« Das beste Mittel, radikale Parteien zu bekämpfen, sei eine hohe Wahlbeteiligung, so Rüttgers.

Die Mobilisierung, die zur Europawahl gelungen sei, müsse bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 wiederholt werden. Politik müsse den »Mut haben, mit den Menschen Klartext zu reden und versuchen, auf diese Weise Mehrheiten zu bekommen«, so Rüttgers. Auch bei der Wiedervereinigung seien »nicht alle einer Meinung gewesen«. Der CDU-Politiker nennt da vor allem Oskar Lafontaine, sagt aber auch: »Willy Brandt hatte Tränen in den Augen, als er die Nachricht hörte, die Mauer sei auf.«

»Wir müssen für unsere Freiheit tagtäglich neu kämpfen.«

CDU-Kreisvorsitzender Andreas Rüther spricht das »Stimmungstief im Osten« an und betont, dass die Wiedervereinigung seiner festen Überzeugung nach eine Erfolgsgeschichte sei: »Ja, die neuen Länder sind tatsächlich erblüht.« Rüther sagt, Jammern helfe nicht: »Demokratie ist unvollkommen und anstrengend. Wir müssen für unsere Freiheit tagtäglich neu kämpfen.«

Auch Jürgen Rüttgers sagt, es sei wichtig, »miteinander zu reden und nicht übereinander«. Wenn das noch besser als bisher gelinge, sehe er eine gemeinsame, demokratische Zukunft nicht nur mit den nicht mehr so neuen Bundesländern, sondern auch mit den Staaten im Osten, angefangen mit Polen. »Honorar« für Rüttgers Rede: eine »Fresskiste«. Die könne er, so Andreas Rüther, ja auch seinem Sohn da lassen. Der nämlich studiert in Bielefeld.

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